RHEINLAND-PFALZ – Warnstreik bei der ASS GmbH – Beschäftigte fordern Bezahlung nach TVöD

RHEINLAND-PFALZ – Warnstreik bei der ASS GmbH – Beschäftigte fordern Bezahlung nach TVöD

Freitag, 17. Juli 2026, treten die Beschäftigten der Abfallwirtschafts-Gesellschaft Saarbrücken (ASS GmbH) in den Warnstreik. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat zu dem Arbeitskampf aufgerufen, um der Forderung nach Anerkennung des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD) Nachdruck zu verleihen. Infolge des Warnstreiks ist mit weiteren Einschränkungen bei der Abfuhr der Gelben Tonnen zu rechnen.

Obwohl die ASS GmbH ein städtisches Unternehmen ist, gilt für die Beschäftigten bislang kein Tarifvertrag. Die Löhne liegen nach Angaben von ver.di deutlich unter dem tariflichen Niveau. Zugleich bestehen gravierende Mängel bei der Arbeitssicherheit, dem Fuhrpark und der internen Organisation. Seit dem Sommer 2025 ermittelt deshalb auch das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz.

„Die Missstände bei der ASS GmbH sind seit Jahren bekannt. Anstatt endlich wirksame Maßnahmen zu ergreifen und für verlässliche Arbeitsbedingungen zu sorgen, droht die Geschäftsführung den Beschäftigten mit der Schließung des Betriebs. Ein solches Verhalten ist eines städtischen Unternehmens unwürdig“, kritisiert ver.di-Gewerkschaftssekretär Sebastian Balzert. „Die Kollegen lassen sich davon nicht einschüchtern. Ihre Entschlossenheit und ihr gemeinsames Eintreten für einen Tarifvertrag verdienen großen Respekt.“

Unterstützung erhalten die Streikenden von zahlreichen ver.di-Kolleg*innen aus dem Handel, die sich solidarisch an der Streikkundgebung beteiligen werden.

In einer ersten Verhandlungsrunde am 20. April 2026 hatte die Arbeitgeberseite die Forderung der Beschäftigten nach Anerkennung des TVöD abgelehnt. Die zweite Verhandlungsrunde ist für den 14. September 2026 angesetzt. Mit dem Warnstreik machen die Beschäftigten deutlich, dass sie bis dahin konkrete Bewegung von der Geschäftsführung erwarten.

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