NEUWIED – Korridorsanierung startet – Ellen Demuth MdB fordert Verlässlichkeit bei Sanierung der Strecke am Rechten Rhein – Weitere Vollsperrung 2027 nur schwer vermittelbar

Ellen Demuth MdB hat sich in einem Schreiben zur Korridorsanierung der rechten Rheinstrecke an die Deutsche Bahn gewandt. Darin hat sie gefordert, dass die außergewöhnliche Belastung durch die Sanierung auch zu einer spürbaren und dauerhaften Verbesserung für die Menschen entlang der Strecke führen muss. Zugleich hat sie ihre Besorgnis über eine weitere größere Sperrung zur Inbetriebnahme von ETCS-Technik im Sommer 2027 geäußert.

Bei der Korridorsanierung Rechter Rhein vom heutigen 10. Juli bis zum 12. Dezember 2026 wird die Strecke im Landkreis Neuwied zwischen Engers und Unkel im Zuge einer Vollsperrung umfassend saniert. Für viele Menschen im Kreis Neuwied bedeutet das über Monate Einschränkungen im Alltag. Eine weitere dreiwöchige Vollsperrung zur Inbetriebnahme von Stellwerktechnik im Sommer 2027 ist vor dem Hintergrund dieser großen Einschränkungen nur schwer vermittelbar.

„Die Menschen entlang der Strecke nehmen ab heute eine enorme Belastung auf sich. Wer in seinem Alltag auf den Zug angewiesen ist, sei es auf dem Arbeits- oder Schulweg, muss sich neu organisieren. Deshalb muss klar sein: Diese Sanierung muss konkrete Verbesserungen für uns vor Ort bringen. Am Ende müssen spürbare Verbesserungen für die Fahrgäste stehen“, sagt die Bundestagsabgeordnete Demuth.

In seiner Antwort auf das Schreiben der Abgeordneten erklärt die Deutsche Bahn zwar, dass die Strecke langfristig stabiler und widerstandsfähiger werden solle. Zugleich teilt sie mit, dass im Sommer 2027 für die Inbetriebnahme der Stellwerke Neuwied, Engers und Koblenz-Ehrenbreitstein eine weitere dreiwöchige Vollsperrung zwischen Oberlahnstein und Unkel notwendig werde. Weitere größere Sperrungen in den nächsten Jahren seien darüber hinaus nicht vorgesehen.

„Die erneute Sperrung im Sommer 2027 ist schwer vermittelbar. Viele Bürgerinnen und Bürger erwarten nach fünf Monaten Vollsperrung zu Recht, dass danach für lange Zeit Ruhe auf der Strecke einkehrt. Wenn die Bahn nun zusagt, dass darüber hinaus keine weiteren größeren Sperrungen geplant sind, dann muss diese Zusage stehen.“, so Demuth.

„Die Bahn sagt in ihrem Schreiben zu, den Schienenersatzverkehr eng zu überwachen. Das ist auch notwendig: Der Ersatzverkehr muss vom ersten Tag an funktionieren. Wenn etwas nicht funktioniert, muss die Bahn angesichts der enormen Belastung sofort nachsteuern. Ich werde die Korridorsanierung als Bundestagsabgeordnete für die Region weiter eng begleiten. Für den Kreis Neuwied ist sie eines der größten Themen der kommenden Monate. Wer Fragen oder Hinweise zur Korridorsanierung hat, kann sich jederzeit an mich wenden“, sagt Demuth abschließend.

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