ALTENKIRCHEN – Engagement-Tag des Westerwald-Gymnasiums fördert soziales Engagement und regt zum Nachdenken an

ALTENKIRCHEN – Engagement-Tag des Westerwald-Gymnasiums fördert soziales Engagement und regt zum Nachdenken an

Schülerinnen und Schüler des Westerwald-Gymnasium engagieren sich gemeinsam mit dem Verein Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V., dem DRK-Seniorenwohnheim und dem Gnadenbrothof Ziegenhain e.V. bei vielfältigen Aktionen im Rahmen eines Engagement-Tages.

Am Dienstag, 23. Juni 2026, kurz vor den Sommerferien, haben Schülerinnen und Schülern der 7.2, 11. und 12. Klassen des Westerwald-Gymnasiums Altenkirchen gemeinsam mit verschiedenen Partnern einen Projekttag durchgeführt, der sportliche Aktivitäten, Umweltbewusstsein, Tierschutz und inklusives Miteinander verband. Initiiert und organisiert wurde der Aktionstag federführend von den Lehrerkräften Kim Ramseger und Jördis Beyer. Ziel war es, gesellschaftliche Verantwortung praktisch erfahrbar zu machen und jungen Menschen zu zeigen, wie soziales Engagement im Alltag konkret gelebt werden kann.

Auf der zentralen Sportanlage auf der Glockenspitze der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld absolvierten die Teilnehmenden des Vereins Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V. zunächst gemeinsames Aufwärmen, das vom Leistungskurs-Sport der Jahrgangsstufe 11 gestaltet wurde, ehe die verschiedenen Disziplinen für das deutsche Sportabzeichen mit der Unterstützung von Schülerinnen und Schülern auf dem Programm standen. „Es ging heute nicht um Leistung im klassischen Sinn, sondern um Begegnung, Respekt und das gemeinsame Erleben von Sport und Bewegung“, erklärte Sportlehrer Alexander Stahl. „Genau in solchen Aktionen und im Miteinander entsteht das, was der Schulalltag eben nicht leisten kann.“

Auch der Verein zeigte sich dankbar für die Durchführung des Aktionstages. Bärbel Nied, zuständig für die Koordination der Sportangebote des Vereins, bedankte sich ausdrücklich für das Engagement aller Beteiligten und die gelungene gemeinsame Gestaltung des Tages.

Parallel dazu waren mehrere Schülergruppen im Stadtgebiet von Altenkirchen unterwegs, um Müll zu sammeln. Dabei wurde besonders deutlich, wie stark öffentliche Flächen durch achtlos weggeworfene Zigarettenstummel belastet sind. Diese zählen zu den weltweit am häufigsten entsorgten Abfällen und können je nach Umweltbedingungen mehrere Jahre bis über ein Jahrzehnt benötigen, um sich vollständig zu zersetzen.

Ein weiterer Teil der Schülerinnen und Schüler bereitete währenddessen das gemeinsame Mittagessen für rund 300 Personen vor. Es wurden Salate vorbereitet und anschließend gemeinsam gegrillt. Lehrerin Kim Ramseger zog nach der Müllsammelaktion ein positives Fazit: „Es ist wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler sehen, welche Auswirkungen achtlos weggeworfener Müll auf unsere Umwelt hat. Umso mehr freut es mich, dass sich so viele engagiert beteiligt haben und mit so viel Einsatz dabei waren. Dank auch an die Schülerinnen und Schüler, sowie Eduard Krause am Grill, die das gemeinsame Essen vorbereitet haben und damit zum Gelingen des gesamten Tages beigetragen haben.“

Das Engagement der Schülerinnen und Schüler des Westerwald-Gymnasiums ging aber insgesamt noch wesentlich weiter, so fanden zudem Aktionen im DRK-Seniorenwohnheim mit den dortigen Seniorinnen und Senioren statt, auf dem Gnadenbrothof Ziegenhain e.V. in Ersfeld wurde fleißig mit angepackt und ein wichtiger Beitrag zu Tierschutz und Tierwohl geleistet, zudem wurde das Biotop der Schule gesäubert. Diese Vielfältigkeit machte diesen Tag insgesamt besonders und gab allen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit sich ihrer persönlichen Neigung nach zu engagieren.

Viele Schülerinnen und Schüler beschrieben den Tag im Anschluss als sehr eindrücklich. Der Austausch zwischen allen Beteiligten stand an diesem Tag im Mittelpunkt. Vor allem die Begegnungen mit den Teilnehmenden der Lebenshilfe, den Seniorinnen und Senioren und auf dem Gnadenbrothof hätten sie nachhaltig beeindruckt. „Ich fand es richtig toll, die Leute waren alle richtig süß und es hat einfach Spaß gemacht,“ war nicht nur einmal zu hören.

Das gemeinsame Essen wurde durch die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz im Rahmen eines Demokratieprogramms finanziell gefördert. Zudem unterstützten die Sparkasse Westerwald-Sieg, die Westerwald Bank, REWE PETZ und Stanztechnik Schulte, wodurch insbesondere der integrative und gemeinschaftsstiftende Ansatz des Projekttages unterstützt werden konnte. Bürgermeister Fred Jüngerich war vor Ort und lobte das Engagement der Beteiligten: „Es ist schön zu sehen, wie hier Nachhaltigkeit und soziales Engagement zusammenkommen und gemeinsam gelebt werden. Solche Projekte bringen Menschen zusammen und stärken das Miteinander vor Ort. Mein Dank gilt allen, die diesen Tag organisiert haben, den Schülerinnen und Schülern für ihren Einsatz und den Teilnehmenden der Lebenshilfe für ihre aktive Beteiligung beim Sportabzeichen. Und ganz persönlich finde ich es wichtig, dass wir als Gesellschaft genau hinschauen und Verantwortung übernehmen.“

Auch Stadtbürgermeister Ralf Lindenpütz war begeistert, konnte jedoch nicht persönlich teilnehmen: „Ich bedauere sehr, heute nicht vor Ort sein zu können. Was hier von Schülerinnen, Schülern, Lehrkräften und dem Verein auf die Beine gestellt wurde, ist ein starkes Zeichen für Zusammenhalt und gesellschaftliches Engagement in unserer Stadt.“

Die Organisatorinnen bedankten sich abschließend bei allen Beteiligten, den Gruppen, Organisationen und dem Bauhof der Verbandsgemeinde, der die Müllsäcke entlang der Routen im Anschluss eingesammelt hat. Die enge Zusammenarbeit zwischen Schule, Verwaltung und engagierten Helferinnen und Helfern habe den reibungslosen Ablauf des Projekttages ermöglicht.

Der Aktionstag machte insgesamt deutlich, was möglich wird, wenn gute Ideen zusammenkommen und Schule, Wirtschaft, soziale Einrichtungen und kommunale Akteure gemeinsam Verantwortung übernehmen und auch praktisch erfahrbar machen. Fotos: Engagement-Tag von Leon Bogmann

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