ALTENKIRCHEN – Nepalesische Küche im Schützenhaus der Kreisstadt

ALTENKIRCHEN – Nepalesische Küche im Schützenhaus der Kreisstadt

Nepalesische Küche. Wer kennt sie? Seit zwei Jahren ist Frau Karki Prapti, eine 34-jährige Gastronomin im Schützenhaus der Kreisstadt ansässig. Sie lebt im Altenkirchen und hat nur einen kurzen Fußweg zur Arbeit, wo sie gerne hin geht.

Was macht die nepalesische Küche so besonders? Unser Mitarbeiter bestellte ein Nationalgericht mit Reis, Lammfleisch, Paprika, und guten Gewürzen. Das Essen ist gut und günstig, so wie es ein Westerwälder schätzt. Karki bietet auch deutsche Küche an, also Schnitzel, aber auch Pizza.

Die acht Vorspeisen ihrer Speisekarte sind komplett nepalesisch. Bei den Extras fällt Naan ein Fladenbrot auf, das man auch in der Wüste von Einheimischen zu essen bekommt. Der Nepalese isst gerne mild, mit einem Hauch von Chili, längst nicht so feurig, wie beispielsweise bei den Indern. Die Nachbarländer Nepals sind Indien, wohin man einreisen und arbeiten kann. Es gibt eine freundschaftliche Verbindung. Das andere Nachbarland ist China, wo für die Einreise ein Visum notwendig ist.

Nepal hat 29,6 Millionen Einwohner. Das Land erstreckt sich auf 1.500 bis 4.000 Höhenmetern in Katmandu, der Hauptstadt und 8.848 Meter außerhalb, dem sogenannten Mount Everest. Die Leute, so Prapti, gehen im Sommer für sechs Monate in die Berge. Im Winter ziehen sie ins Tal. Im Sommer kann es 33 bis 34 Grad werden. Die Luft ist trocken, so dass es erträglich ist.

Karki hat als Unternehmerin mehrere Standbeine. Sie bedient Feste mit Food Trucks. So ist man auch am Kölner Dom vertreten. Ehrliche Arbeit ist ihr Motto. Und wer sagt, Gastronomie sei auf dem absteigenden Ast, ist falsch orientiert, denn die junge Nepalesin beweist mit ihrer kreativen und sympathischen Art genau das Gegenteil. Man hört sie niemals schimpfen, sondern sie bietet ihren Gästen eine harmonische Atmosphäre mit entspannender Musik. So zieht sie natürlich nicht nur die Schützen, sondern auch Familien und viele Freunde an. Zudem ist das Wiesental ein ruhiger Ort zum Entspannen. Gebaut wurde das Schützenhaus 1924. Es war während des Zweiten Weltkriegs ein Zufluchtsort für Juden.

Das Nationalgetränk der Nepalesen ist Chiya, ein süßer, milchiger Schwarztee, der mit Gewürzen, wie Kardamom, Zimt, Ingwer oder Nelken verfeinert wird. Die Öffnungszeiten des Schützenhauses sind mittwochs bis samstags von 17:30 bis 22:30 Uhr, sowie sonntags von 11 bis 14 Uhr und von 17 bis 22 Uhr. (Werner Klak) Fotos: Werner Klak

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