RHEINLAND-PFALZ – Sozialministerin Bätzing-Lichtenthäler warnt vor Hitzebelastung für ältere Menschen: „Extreme Temperaturen werden schnell zur Belastung“

RHEINLAND-PFALZ – Sozialministerin Bätzing-Lichtenthäler warnt vor Hitzebelastung für ältere Menschen: „Extreme Temperaturen werden schnell zur Belastung“

Ältere Menschen gehören zu den Personengruppen, die bei hohen Temperaturen besonders gefährdet sind. Ihr Kreislauf reagiert empfindlicher auf Hitze, gleichzeitig wird der Flüssigkeitsbedarf im Alltag häufig unterschätzt – mit teils erheblichen gesundheitlichen Folgen. Anlässlich des bundesweiten Hitzeaktionstags am 11. Juni warnt Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler deshalb vor den Risiken extremer Hitze für ältere Menschen und ruft zu konsequentem Hitzeschutz im Alltag auf.

„Extreme Temperaturen werden insbesondere für ältere Menschen schnell zur gesundheitlichen Belastung“, warnt die Sozialministerin in Mainz. „Wir sehen, dass Hitzewellen nicht nur unangenehm sind, sondern für ältere Menschen konkrete Risiken mit sich bringen – vom Schwindel bis hin zu Stürzen. Entscheidend ist, frühzeitig gegenzusteuern und einfache Schutzmaßnahmen konsequent umzusetzen.“

Dabei verweist die Ministerin auch auf typische Alltagssituationen, in denen Hitze häufig unterschätzt wird: Bereits wenige heiße Tage zu Beginn des Sommers können den Körper stark belasten, weil sich der Organismus nur langsam an hohe Temperaturen anpasse: „Viele unterschätzen, wie stark Hitze insbesondere auf den Kreislauf wirkt. Dann fällt es vielen schwer, sich so schnell auf größere Trinkmengen einzustellen oder an einen Sonnenschutz zu denken.“

Kleine Maßnahmen, große Wirkung

Hitzeschutz beginnt nicht erst im medizinischen Notfall, sondern in einfachen Routinen zu Hause, unterwegs und im direkten Umfeld. Genau hier setzen folgende sechs Tipps an, die helfen, den Körper zu entlasten und einen kühlen Kopf zu bewahren:

  • Viel Trinken: Mindestens zwei Liter Flüssigkeit pro Tag, vorzugsweise Wasser oder ungesüßte Tees.
  • Leichte Kost essen: Leicht verdauliche Speisen entlasten den Kreislauf.
  • Raumtemperatur kühl halten: Tagsüber Fenster mit Roll- oder Klappläden vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. Lüften in den kühleren Morgenstunden oder über Nacht.
  • Körper schützen: Leichte Kleidung, eine Kopfbedeckung oder ein Schirm sowie kühlende Maßnahmen wie Fußbäder helfen gegen Überhitzung.
  • Kühle Orte aufsuchen: Erledigungen möglichst in die kühleren Morgen- oder Abendstunden legen und gezielt öffentliche Rückzugsorte nutzen.
  • Hitzewarn-Apps installieren: Digitale Warnsysteme informieren frühzeitig über extreme Temperaturen.

Gut zu wissen: Auch Städte und Landkreise in Rheinland-Pfalz entwickeln verstärkt lokale Hitzeschutzkonzepte und schaffen niedrigschwellige Angebote für Bürgerinnen und Bürger. Die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz hat hierzu Beispiele guter Praxis für „Coole Orte“ zusammengetragen, die zeigen, wie Hitzeschutz konkret vor Ort umgesetzt werden kann. Man findet sie im Internet unter https://ea-rlp.de/karten-zeigen-kuehle-orte-in-trier-kaiserslautern-und-anderswo.

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