HAMM – Mit Tod und Trauer in der Schule umgehen
HAMM – Mit Tod und Trauer in der Schule umgehen – Kreisverwaltung organisierte Fachtag für Schulsozialarbeiter und Lehrkräfte in Hamm (Sieg).
Kinder und Jugendliche erleben im Laufe ihres Lebens unterschiedliche Formen von Verlust und Abschied. Der Tod eines nahestehenden Menschen, Trennungen, Schulwechsel oder andere einschneidende Veränderungen können sie stark belasten. Schulen werden dabei häufig zu wichtigen Orten der Begleitung und Unterstützung. Genau hier setzt jetzt ein Fachtag unter der Überschrift „Abschied, Tod und Trauer in der Schule begegnen“ im Kulturhaus Hamm (Sieg). Organisiert vom Kinder- und Jugendschutz der Kreisverwaltung unter der Leitung von Yvonne Berndt, richtete sich das Angebot an Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter der Grundschulen und weiterführenden Schulen sowie an Lehrkräfte aus dem Landkreis Altenkirchen.
Der Fachtag vermittelte den Teilnehmenden fachliche Grundlagen sowie praxisnahe Handlungsmöglichkeiten für den Umgang mit Trauer und Verlust im schulischen Kontext. Im Mittelpunkt standen aktuelle Erkenntnisse zur Trauerbegleitung von Kindern und Jugendlichen. Dabei wurde deutlich, dass Trauer ein sehr persönlicher Prozess ist und Heranwachsende unterschiedlich auf Verlusterfahrungen reagieren.
Besonderes Interesse fanden die praxisorientierten Methoden und Impulse für den Schulalltag. Vorgestellt wurden kreative Zugänge, Gesprächsanregungen sowie Rituale des Erinnerns und Abschiednehmens, die Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen können, Gefühle auszudrücken und zu verarbeiten. Darüber hinaus wurde die Bedeutung einer wertschätzenden Haltung und einer verlässlichen Begleitung durch pädagogische Fachkräfte hervorgehoben.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem systemischen Blick auf Trauerprozesse. Gemeinsam wurde reflektiert, welche Rolle Schule im Zusammenspiel mit Familie, Freundeskreis und weiteren Unterstützungssystemen einnehmen kann und wie Kinder und Jugendliche in belastenden Lebenssituationen gestärkt werden können.
Zum Abschluss erhielten die Teilnehmenden umfangreiche Materialien für ihre praktische Arbeit, darunter ein Handout sowie Zugang zu einem digitalen Materialkoffer mit weiterführenden Informationen, Methoden und Anregungen für den Einsatz in Schule und Schulsozialarbeit.
Die positive Resonanz der Teilnehmenden zeigte, wie groß der Bedarf an fachlichem Austausch und praxisnaher Unterstützung zu diesem sensiblen Thema ist. Der Fachtag bot nicht nur wertvolle Impulse für die tägliche Arbeit, sondern stärkte auch die Handlungssicherheit der pädagogischen Fachkräfte im Umgang mit Abschied, Tod und Trauer in der Schule.





















