NEUWIED – Amnesty – Mahnwache – ein Zeichen des stillen Protests gegen die Folter im Iran

NEUWIED – Amnesty – Mahnwache – ein Zeichen des stillen Protests gegen die Folter im Iran

Mit einer einstündigen Mahnwache am Samstag protestierten Mitglieder der Neuwieder Gruppe der internationalen Menschenrechtsorganisation schweigend gegen die Foltermaßnahmen des iranischen Geheimdienstes im Iran. Seit dem völkerrechtswidrigen Militärangriff der USA auf Iran am 28. Februar 2026 wurden mehr als 6.000 Menschen willkürlich festgenommen, darunter Demonstrierende, Journalisten, Anwälte, Menschenrechtsverteidiger und Angehörige von Minderheiten. Gleichzeitig wurden mindestens 39 politische Hinrichtungen vollstreckt. Führende Justizvertreter ordneten beschleunigte Verfahren an – auch in Fällen mit drohender Todesstrafe. Es bestehen gravierende Bedenken wegen Verschwindenlassens, Folter und der Verwendung erzwungener «Geständnisse» in Scheinprozessen. Gruppensprecherin Susanne Kudies übte auch Kritik an den USA und Israel: ‚Aus menschenrechtlicher Sicht hätten die völkerrechtswidrigen Angriffe der USA hätten im Iran nichts zum Guten bewirkt, ganz im Gegenteil! – das Regime sitze nun fester im Sattel als je zuvor! – Der iranische Geheimdienst wirke noch brutaler und die Menschen solidarisierten sich mehr als zuvor mit ihrer Regierung gegen die gemeinsamen ‚Feinde‘ USA und Israel! – diese hätten mit der Bombardierung von Krankenhäusern und Schulen bewiesen, dass ihnen die Einhaltung von Menschenrechten auch nicht von Bedeutung seien‘.

Zudem isolierten die Behörden über 90 Millionen Menschen durch eine landesweite Internetsperre von 88 Tagen, die längste bekannte Blockade. Online-Aktivitäten wurden als «Spionage» kriminalisiert – mit möglichen Todesurteilen. Der Zugang zum Internet wurde zwar in der der Zwischenzeit teilweise wieder hergestellt, doch laut Erika Guevara Rosas, Recherche-Leiterin von Amnesty International, nutzten die Behörden die Krise, um die Menschenrechte weiter auszuhöhlen, das Ziel sei jede Form von Kritik und Informationsfluss zu unterdrücken. Amnesty fordert daher, alle Einschränkungen des Internetzugangs aufzuheben, willkürlich Inhaftierte freizulassen, Gefangene vor Folter zu schützen, das Schicksal Verschwundener offenzulegen und Hinrichtungen sofort auszusetzen.

Amnesty- Gruppenkollegin Inge Rockenfeller erklärte abschließend: „Amnesty fordert ebenso, Oppositionelle, Studenten und Schüler, die willkürlich von der Straße weg entführt und verschleppt wurden, sind wieder freizulassen. Neben den bekannten Foltermethoden wie Isolationshaft, Schläge, Peitschenhiebe, Elektroschocks, komme es auch immer wieder zu Vergewaltigung und sexualisierter Gewalt gegen Minderjährige. Iranische Staatsbeamte hätten, nach Amnesty – Recherche, Kinder aus ihren Familien gerissen und sie unvorstellbaren Grausamkeiten unterzogen. Die Gewalt gegen Kinder, die teilweise erst zwölf Jahre alt gewesen sein sollen, sei eine gezielte Strategie, um die Jugend des Landes zu unterdrücken und sie davon abzuhalten, Freiheit und Menschenrechte einzufordern.

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