RHEINLAND-PFALZ – Telekom-Tarifrunde: Zentrale Kundgebung in Frankfurt mit Beschäftigten aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland

RHEINLAND-PFALZ – Telekom-Tarifrunde: Zentrale Kundgebung in Frankfurt mit Beschäftigten aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland

In der Tarifrunde bei der Deutschen Telekom weitet die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Warnstreiks in Rheinland-Pfalz und im Saarland am morgigen Dienstag, 19. Mai 2026, aus. Zum Warnstreik aufgerufen sind die Beschäftigten der acht Telekom-Standorte in Koblenz, Bad Kreuznach, Mainz, Kaiserslautern, Neustadt, Ludwigshafen, Trier und Saarbrücken. Darüber hinaus ruft ver.di auch Beschäftigte in T-Shops sowie bei T-Systems zu Solidaritätsstreiks auf.

Die Beschäftigten aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland reisen gemeinsam zur zentralen Kundgebung nach Frankfurt am Main. Dort beginnt um 11:00 Uhr eine Demonstration vom Gewerkschaftshaus Frankfurt zum Römerberg. Ab 12:30 Uhr findet die Kundgebung auf dem Römerberg statt. Die Kundgebung in Frankfurt findet im Rahmen eines gemeinsamen Streiktags mit Hessen sowie des bundesweiten Jugendstreiktags in der Tarifrunde Deutsche Telekom statt. ver.di rechnet mit insgesamt rund 700 Streikenden aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland, die ihre Forderungen lautstark in Frankfurt deutlich machen.

Bundesweit fanden in den vergangenen Wochen bereits vollschichtige Warnstreiks mit mehr als 32.000 Teilnehmenden statt.

„Das bisherige Angebot der Arbeitgeber wird der Leistung der Beschäftigten nicht gerecht. Wer jetzt nicht deutlich nachbessert, muss damit rechnen, dass der Gegenwind aus den Betrieben weiter wächst. Diese Entschlossenheit wird nicht kleiner, solange am Verhandlungstisch keine spürbaren Verbesserungen kommen“, erklärt ver.di-Branchenkoordinator Andreas Wiese.

Von den Warnstreiks betroffen sind mehrere Bereiche des Telekom-Konzerns. Aufgrund der Arbeitsniederlegungen kann es zu schlechterer Erreichbarkeit, Verzögerungen im technischen Kundenservice, Verzögerungen beim Glasfaserausbau sowie zu Terminabsagen bei Kundenterminen kommen. Die Notdienste sind sichergestellt und werden zuverlässig versorgt.

ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde eine Entgeltsteigerung von 6,6 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Hinzu kommt die Forderung nach einem ver.di-Mitgliederbonus in Höhe von 660 Euro pro Jahr. Die Ausbildungsvergütungen sowie die Entgelte dual Studierender sollen um monatlich 120 Euro steigen. Für diese Gruppen fordert ver.di zudem einen zusätzlichen Mitgliederbonus in Höhe von 240 Euro jährlich.

Der Telekom-Konzern in Deutschland umfasst insgesamt 20 tarifgebundene Konzernunternehmen mit jeweils eigenständigen Tarifverträgen. Ein Großteil der Entgelttarifverträge läuft bis zum 31. März 2026. ver.di und die Deutsche Telekom AG haben im Vorfeld der Tarifrunde gemeinsame Verhandlungen für diese Gesellschaften vereinbart.

Die vierte Tarifverhandlungsrunde ist für den 26. und 27. Mai 2026 angesetzt.

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