RHEINLAND-PFALZ – Tarifverhandlung im Einzel- und Versandhandel bleibt ohne Ergebnis
RHEINLAND-PFALZ – Tarifverhandlung im Einzel- und Versandhandel bleibt ohne Ergebnis – ver.di-Tarifkommission weist Arbeitgeberangebot in Rheinland-Pfalz einstimmig zurück
Die zweite Tarifverhandlung für die Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel in Rheinland-Pfalz ist heute ohne Ergebnis zu Ende gegangen. ver.di hat das Angebot der Arbeitgeber einstimmig zurückgewiesen.
Die Arbeitgeber legten ein Angebot mit einer Laufzeit von 24 Monaten ab dem 1. Mai 2026 vor, das für die Beschäftigten zunächst vor allem eines bedeutet: sechs Nullmonate ohne jede Erhöhung. Erst zum 1. November 2026 sollen die Entgelte um 2 Prozent steigen, gefolgt von weiteren 1,5 Prozent zum 1. August 2027. Damit bliebe es über insgesamt neun Monate ohne tabellenwirksame Erhöhung.
Zusätzlich verschärften die Arbeitgeber den Ton in der Verhandlung deutlich. Sie kündigten an, ab September nur noch über eine Laufzeit von 36 Monaten verhandeln zu wollen, falls bis zum 31. August 2026 keine Einigung erzielt wird. Zugleich lehnen sie eine erneute Maßregelungsklausel ab. Diese soll sicherstellen, dass Beschäftigte wegen ihrer Beteiligung an Streiks keine Nachteile befürchten müssen.
Für ver.di ist das Angebot nicht akzeptabel. Nullmonate, minimale Prozentsteigerungen und der Versuch, mit einem Laufzeit-Ultimatum Druck aufzubauen, sind kein Beitrag zu einer fairen Lösung.
„Ein Tarifabschluss entsteht nicht dadurch, dass die Arbeitgeber den Spielraum immer weiter verengen. So wächst kein Vertrauen, so verhärten sich Fronten“, erklärte die ver.di-Verhandlungsführerin Monika Di Silvestre.
ver.di fordert 225 Euro mehr für Löhne und Gehälter sowie 150 Euro mehr für Auszubildende bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Der dritte Verhandlungstermin ist für den 22. Juni 2026 angesetzt.


















