WÖLMERSEN – Frau Doktor Doktor Täuscher und Benno Bonzen begeistern die Kinder in Wölmersen

WÖLMERSEN – Frau Doktor Doktor Täuscher und Benno Bonzen begeistern die Kinder in Wölmersen

Auch der zweite Tag in der diesjährigen Kinderbetreuung der Kirche im Westerwald (Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Wölmersen) am Dienstagnachmittag war ein voller Erfolg. In der sonntäglichen Predigt wurde bekannt, dass das Christentum in der Gemeinde auf ein 125-jähriges Bestehen zurückblickt und eindrucksvoll geschildert, wie das Gotteshaus in den 60er Jahren entstanden sei als Speisschubkarren per Flaschenzug in die Höhe gehievt wurden.

Frau Doktor, Doktor Täuscher, alias Anna, wie wunderbar seist Du gemacht, freute sich einer der Zuhörer. Sie sprach mit ihrem schauspielerischen Talent zu den Kindern, es sei Gottes Idee gewesen, die Kleinen so zu schaffen, dass sie hören, sehen und fühlen könnten und keine Angst haben müssten, da sie beschützt würden. Lieder, wie „Freu Dich, dass Du hören kannst“, unterstützten die Worte, die von Herzen kamen.

Was war schauspielerisches Thema an diesem Tag? Vater Benno Bonzen vermisste seine Tochter Tiffany seit letzter Woche. Sie sei nicht nach Hause gekommen und werde schmerzlich vermisst. Selbst Butlerin Josephine, die dem unglücklichen Vater einen Sekt zur Beruhigung einschenken wollte, konnte schlecht schlafen und verschüttete die Hälfte des kostbaren Getränks. Die Suche nach Tiffany führte nach Frankreich, kredenzt wurde den Sprösslingen Käse, frisches Baguette und süße Trauben.

  Die Kinder nehmen die Betreuung zu 100 Prozent ernst, so ein Zuschauer, der einen Jungen aus Kettenhausen beobachtete, der vor lauter Eile mit seinem stabilen Fahrrad einen Laternenpfahl touchierte und dabei fast stürzte. Die Eile nur deshalb, weil er die Uhrzeit nicht wusste, da man ihm in der Schule das Handy abgenommen hatte. Er war aber 14 Minuten früher da und somit glücklich.

Weiter zur schauspielerischen Geschichte: Nach einer intensiven Suche durch Belgien in das benachbarte Frankreich, musste die fast 80-köpfige Gemeinschaft der Suchenden feststellen, dass Tiffany dort nicht zu finden war und marschierte betroffen in das Kirchenquartier zurück, wo Erfrischungsgetränke warteten. Am kommenden Dienstag geht die Suche in Schweden weiter. Wölmersen sei in der Kinderbetreuung einzigartig, freute sich eines der Gemeindemitglieder, nachdem diese Aufgabe in 2026 neu zu organisieren war. Engagierte Eltern und sonstige Betreuer packen an, wo es nötig ist. Der Zukunft sehe man entspannt und mit Freude entgegen, so ein weiteres Mitglied der gläubigen Gemeinde.

Einer der Höhepunkte des Nachmittags war die Erinnerung an einen Geburtstag. Just am Dienstag wurde Jona 9 Jahre und traute sich so gar nicht auf die Bühne. Aber die Kinder und Freunde beteten für ihn und freuten sich, dass er da sei. Gott kennt alle Sterne, so die Worte zum Abschluss, die darauf hinauszielten, dass jedes Kind ein Stern sei, oder in die englische Sprache übersetzt ein Star. Dabei sei es egal, ob man ein Fußball- oder Popstar werden möchte.

Am kommenden Dienstag ab 16 Uhr geht die Reise in Wölmersen weiter, über 1000 Kilometer in den hohen Norden nach Schweden. Man darf gespannt sein, ob Tiffany sich hier aufhält. Die Kinder möchten es unbedingt wissen. (Werner Klak) Fotos: Werner Klak

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