RHEINTOUR – Traditionelle Schiffstour zum ersten Mai, dem Tag der Arbeit

RHEINTOUR – Traditionelle Schiffstour zum ersten Mai, dem Tag der Arbeit

Für viele Gewerkschaftsmitglieder ist die Fahrt mit dem Schiff zur liebgewonnenen Tradition geworden. Schon kurz nach 8.00 Uhr am ersten Mai warteten am Anleger in Leutesdorf die ersten Fahrgäste. Pünktlich um 8.45 Uhr ging es mit der La Paloma nach Andernach, um auch dort die Wartenden abzuholen.

Seinen Ursprung hat der „Tag der Arbeit“ in den USA. Dort war bis zum Ende des 19. Jahrhunderts der 1. Mai der Stichtag, zu dem viele Arbeitsverträge endeten oder neu abgeschlossen wurden. An diesem sogenannten „Moving Day“ mussten viele Menschen ihre Arbeitsstelle und ihren Wohnort wechseln.

Am 1. Mai 1886 gingen in mehreren Städten in den USA rund 400.000 Arbeiterinnen und Arbeiter auf die Straße und forderten einen Achtstundentag.

Heute gibt es andere Forderungen und die Zeiten haben nicht immer zum Positiven verändert. Während am Deutschen Eck die Kundgebung sich zu einem Familienfest entwickelt hat, gehen die Gewerkschaftsmitglieder noch in einem Demozug durch die Stadt vom Reichenspergerplatz in Richtung Deutsches Eck. Die vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) organisierte Veranstaltung stand in diesem Jahr unter dem Motto: „Erst unsere Jobs, dann eure Profite!“ Mehrere Hundert Menschen nahmen an dem Zug teil.

Am Ziel konnte DGB-Regionsgeschäftsführer Sebastian Hebeisen Oberbürgermeister David Langner (SPD) begrüßen, der sich mit einer kurzen Ansprache an die Versammelten wandte. Auf ihn folgte mit Tobias Paulus der neue Gebietsleiter der IGBCE Mittelrhein. Gegen 14 Uhr ist der offizielle Teil hinter der Statue vom Kaiser vorbei und wer nicht mit Auto, Bus und Bahn gekommen ist, macht sich auf den Weg zu Steg 9 wo die LaPaloma schon auf die Heimreise wartet. Bei herrlichem Sonnenschein und guter Stimmung geht’s an Neuendorf; Engers und Neuwied vorbei, wo die Tour wieder in Leutesdorf pünktlich um 16,00 Uhr endete. (mabe) Fotos: Marlies Becker

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