240 Jahre alte Eiche in Mauden ist jetzt Naturdenkmal

Die rund 240 Jahre alte Stiel-Eiche in Mauden. Thorsten Stahl / Kreisverwaltung Altenkirchen.

Mauden. Seit Generationen gehört die mächtige Eiche am alten Hohlweg in Mauden zum vertrauten Ortsbild. Unter ihren weit ausladenden Ästen sind im Winter schon zahlreiche Kinder Schlitten gefahren. Jetzt hat der rund 240 Jahre alte Baum auch offiziell einen besonderen Status erhalten: Die Stiel-Eiche gegenüber dem Friedhof wurde als 91. Naturdenkmal im Landkreis Altenkirchen unter Schutz gestellt.

Mit einer Höhe von 28 Metern und einem Stammumfang von rund vier Metern zählt die Eiche zu den besonders eindrucksvollen Bäumen der Umgebung. In der Rechtsverordnung trägt sie den Namen „Alte Eiche in der Holl“. Die Kreisverwaltung begründet die Ausweisung unter anderem mit dem markanten Stamm, der weit verzweigten Krone und dem gesunden Zustand des Baumes. Durch ihre Größe und Erscheinung präge die Eiche die Landschaft rund um Mauden in besonderer Weise.

Ortsgemeinde gab den Anstoß zum Schutz

Die Initiative, den Baum als Naturdenkmal auszuweisen, ging von der Ortsgemeinde Mauden selbst aus. Für die Untere Naturschutzbehörde des Kreises ist das ein erfreuliches Zeichen, denn damit wird deutlich, welchen Stellenwert die alte Eiche für die Menschen vor Ort hat.

„Diese Wertschätzung für die Natur und besondere Landschaftselemente freut uns ungemein. Wir begleiten und unterstützen diese Verfahren daher immer sehr gerne“, erklärte Jessica Gelhausen von der Unteren Naturschutzbehörde.

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Caroline Schürg und Ortsbürgermeister Achim Reeh brachte sie jetzt die offizielle Naturdenkmal-Plakette am Stamm an. Verwendet wurden nach Angaben der Kreisverwaltung spezielle, baumverträgliche Nägel.

Auch für den Ortsbürgermeister steht außer Frage, dass die Eiche diese Auszeichnung verdient hat. „Das ist sowieso die schönste Eiche im Umkreis von 30 Kilometern“, sagte Reeh mit einem Augenzwinkern.

Nicht nur alte Bäume stehen unter Schutz

Die Stiel-Eiche in Mauden ist inzwischen das 91. Naturdenkmal im Landkreis Altenkirchen. Zu den geschützten Naturgebilden gehören dabei nicht ausschließlich besonders alte oder auffällige Bäume. Auch geologische Formationen wie der Druidenstein bei Herkersdorf und die Trödelsteine bei Emmerzhausen zählen dazu.

Mit der neuen Ausweisung soll nun auch die „Alte Eiche in der Holl“ als prägendes Landschaftselement dauerhaft erhalten bleiben.

Quelle: Kreisverwaltung Altenkirchen, Pressemitteilung vom 6. November 2026.

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