WISSEN – Stadtwald Köttingsbach in Wissen bald kahl?
WISSEN – Stadtwald Köttingsbach in Wissen bald kahl? – Beratung im Hauptausschuss der Stadt im Oktober und Maßnahmen – Über den Zustand des Stadtwaldes in der Köttingsbach informierte sich Stadtbürgermeister Berno Neuhoff zusammen mit dem zuständigen Revierförster Fritz Rhensius vom Forstamt Altenkirchen und Frank Quast, für die Liegenschaften und den Forst innerhalb der Verbandsgemeindeverwaltung zuständig. Etwa 25 ha bewirtschaftete Waldflächen, davon viele Kleinstflächen, hat die Stadt Wissen in ihrem Eigentum.
Ein wichtiger Teil mit rund fünf Hektar befindet sich in der Köttingsbach wo der Schützenplatz liegt und geht hinauf bis nach Köttingen. Ein Teil der Flächen, rechts des Bachlaufes, befindet sich noch Privatwaldbesitz. Täglich wird er von vielen Spaziergängern genutzt.
Überall hat die massive Trockenheit den Grundwasserspiegel gesenkt. Die Bäume sind geschwächt und der Borkenkäfer hat den in weiten Teilen durch Fichten geprägten Stadtwald massiv geschädigt. Was die Fichten angeht, muss er komplett abgeholzt werden. Die Flächen, wo man in den letzten Jahren auch im Zuge von Ausgleichsmaßnahmen und Aufforstung mit Mischwald begonnen hat, sind in einem guten Zustand. Auch die Stadt Wissen ist auf schnelle und unbürokratische Hilfe von Bund und Land angewiesen und muss entscheiden in welchem Umfang und mit welcher Intensität sie die Aufforstung auch im Rahmen ihres Budgets betreibt. In jedem Fall muss Mischwald angelegt werden mit standortgeeigneten Bäumen. Soviel steht fest. Da es um Gemeindevermögen geht und die Stadt ein Haushaltskonsolidierungskonzept hat, andererseits Handlungsbedarf besteht und das Wachstum der neuen Bäume viele Jahrzehnte dauern wird, wird der Haupt- und Finanzausschuss sich im Oktober damit befassen.
Dann wird auch das ganze Ausmaß der Schädigung noch besser sichtbar sein, so der Revierförster. Momentan liegen die Fichtennadeln auf dem Boden und man geht wie über einen grünen Teppich.
Stadtbürgermeister Berno Neuhoff: „Die Köttingsbach ist die kleine grüne Lunge der Stadt Wissen. Sie erfüllt nicht nur eine wichtige Erholungsfunktion, bis hinauf zum Stadtteil Köttingerhöhe. Wir sind auf eine nachhaltige Bewirtschaftung angewiesen und deswegen ist eine Wiederaufforstung geboten. Art und Umfang muss der Ausschuss nach Begehung und Beratung mit dem Forstamt und dem Revierförster im Oktober festlegt werden. Das ist eine wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Aufgabe ist, müssen mir im Rahmen unserer Möglichkeiten unseren Beitrag leisten und um unsere Flächen Stück für Stück kümmern.“
Dazu will der Stadtbürgermeister zusammen mit Revierförster Rhensius, den Ausschuss und die Öffentlichkeit am 15. Oktober zur Begehung einladen in öffentlicher Sitzung, um über das Thema zu informieren und auch vor Ort für den Klimawandwandel und seine unmittelbaren Folgen zu sensibilisieren. „Das Landschaftsbild wird sich in den nächsten Jahren an vielen Stellen komplett ändern. Es ist aber auch eine Chance für unsere Wälder und die Menschen“, so Neuhoff abschließend.