WISSEN – Senioren-Arbeitskreis Wissen-Gebhardshain der IG Metall Geschäftsstelle Betzdorf
WISSEN – Der Senioren-Arbeitskreis Wissen-Gebhardshain der IG Metall Geschäftsstelle Betzdorf hatte zu seinem Herbsttreffen ins Kulturwerk (ehemaliges Qualitätsgebäude) eingeladen.- Zu Beginn der Versammlung bat Vorsitzender Reiner Braun darum, sich zum Gedenken an die verstorbenen Mitglieder von den Plätzen zu erheben. Er nannte stellvertretend Günter Rödder, der in der Nachfolge von Ottomar Boketta den Arbeitskreis von 2003 bis 2016 geleitet hat. „In dieser langen Zeit haben wir viele schöne Fahrten unternommen, die Günter bestens organisiert hat“, betonte Braun. Unvergesslich bleiben dürften unter anderem der Besuch eines Stahlwerks in Duisburg und des Braunkohlereviers Garzweiler oder die Besichtigung von Stadion und Zoo in Gelsenkirchen.
Das jüngste Treffen drehte sich zunächst um das Thema „Sicherheit für Senioren“. Als Referenten hatte die Geschäftsstelle Polizeihauptkommissar Michael Schaab-Reinhardt vom Polizeipräsidium Koblenz gewinnen können. Ihm zur Seite stand Oliver Jutz, zuständig für den kriminalpolizeilichen Bereich. Die Ausführungen begannen mit ausgiebigen Informationen über den Schutz vor Einbruchdiebstahl. „Bei mir ist noch nie eingebrochen worden“ oder „Bei mir ist doch nichts zu holen“, hört der Hauptkommissar bei vielen Beratungsgesprächen. Ganz so naiv sollte aber niemand sein. Denn es kann jeden unvermittelt treffen. Diebe haben nämlich einen Blick für günstige Gelegenheiten wie halboffene Fenster oder Balkontüren auf Kipp. „Verschließen Sie immer alle Türen und Fenster auch bei kurzer Abwesenheit!“ betonte der Fachmann. Falls es doch einmal zu einem Einbruch kommt und der Täter noch im Haus ist, auf keinen Fall selbst handeln! Umgehend die 110 anrufen!
Schaab-Reinhardt gab auch wichtige Tipps zur Sicherung der Hauseingänge durch neue Riegelsysteme. Man könne auch beispielsweise Nachbarn bitten, einen Blick auf sein Haus und dessen Umgebung zu werfen, Stichwort Aufkleber „Wachsamer Nachbar!“ Ein großes Problem sind auch falsche Polizisten oder Mitarbeiter von Stadt- und Elektrizitätswerken. Beim geringsten Zweifel an deren Rechtmäßigkeit unbedingt bei deren Dienststellen nachfragen. Einer der Teilnehmer des Herbsttreffens hat sogar selbst einschlägige Erfahrungen gemacht, wie er berichtete. Weiterhin ging der Hauptkommissar auf den noch immer grassierenden „Enkeltrick“ oder windige Haustürgeschäfte ein.
Auch bei Kaffeefahrten ist größte Vorsicht geboten. „Wenn ein Schreiben ankommt, ´Sie haben gewonnen`, werfen Sie es getrost in den Müll, denn es gibt garantiert nichts geschenkt“. Taschendiebstahl hat eigentlich immer Saison, führte der Beamte am Schluss aus. Vorsicht ist hier der beste Schutz. Wer sich beraten lassen möchte, kann sich an das Polizeipräsidium Koblenz (Zentrale Prävention, Sachbereich 15) wenden. Möglich ist auch eine ebenso kostenlose Sicherheitsberatung bei sich zu Hause. Zur Verfügung standen bei dem Treffen neben Broschüren des Landeskriminalamts Rheinland-Pfalz und des Koblenzer Präsidiums auch solche des Weissens Rings, der sich in erster Linie um die Opfer von Straftätern kümmert.
Reiner Braun bedankte sich unter starkem Beifall für die Ausführungen und übergab das Wort an Gewerkschaftssekretärin Nicole Platzdasch. Sie übermittelte zunächst die Grüße des 1. Bevollmächtigten der IG Metall Geschäftsstelle Betzdorf, Uwe Wallbrecher, und ging dann auf einige ihrer Aktivitäten ein. Demnach hat man beispielsweise an der IGS Betzdorf-Kirchen ein erfolgreiches Schulprojekt zur Mitbestimmung durchgeführt. Viel zu tun gab es auch beim jüngsten Gewerkschaftstag der IG Metall in Nürnberg. „Dort mussten allein rund 750 Anträge behandelt werden“, Nach einigen Angaben zur Mitgliederentwicklung für den Bereich Betzdorf machte Platzdasch deutlich, die Parole müsse lauten: „Mitmachen – nicht lamentieren!“, denn nur so können die eigenen gerechten Interessen durchgesetzt werden.
Reiner Braun hatte noch eine besondere Überraschung auf Lager. Er öffnete nämlich die hochinteressante Ausstellung „Seilbahnen im Wisserland“. Sie stand zunächst nur dem Senioren-Arbeitskreis zur Verfügung, soll aber bald auch einer interessierten Öffentlichkeit präsentiert werden.