WISSEN – Darstellungen des renommierten Künstlers Peter Hecker (1884 – 1971)

WISSEN – Darstellungen des renommierten Künstlers Peter Hecker (1884 – 1971)

Am unteren Rand der riesigen, gerade erst wieder sanierten Kuppel in der katholischen Pfarrkirche Kreuzerhöhung zu Wissen kann man bei genauem Hinsehen einen Hahn erblicken. Im Christentum weist er auf Petrus hin, der in der Nacht vor der Kreuzigung Jesu drei Mal leugnete diesen zu kennen. Als der Hahn dann krähte, erinnerte er sich daran, dass Jesus ihm den Verrat angekündigt hatte. Petrus wurde sich seiner Tat bewusst und er weinte bitterlich. Der Hahn steht deshalb auch als Sinnbild für Reue und Umkehr. Die Darstellung des renommierten Künstlers Peter Hecker (1884 – 1971) gehört zu den Werken, die um 1930 in Wissen entstanden sind. Direkt unter der Rundung hat er in vier Szenen die Passion Christi höchst eindrucksvoll wiedergegeben. Besonders die Dornenkrönung mit dem schmerzverzerrten Gesicht des Erlösers sorgt noch heute für einen regelrechten Schauer. In dieser Szene wird Jesus von zwei Männern flankiert. Der rechte geht den Erlöser mit einem langen Knüppel an. In „Jesus fällt unter dem Kreuz“ bricht der Erlöser unter der Balkenkonstruktion zusammen. Dabei will ein Engel den Herrn vor seinen Peinigern beschützen. Die Aufnahme von vermutlich 1931 nach der Beendigung des umfangreichen Hecker`schen Bildwerks zeigt den unteren Rand der Kuppel mit dem schon erwähnten Hahn (li.) als Teil einer ausgedehnten Natursymbolik. Daneben sind rundum vier Apostelgruppen zu sehen. Hier, im östlichen Bildfeld, erkennen wir Maria in Begleitung von zwei Frauengestalten. (bt) Fotos (2) und Archiv (1): Bernhard Theis

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