WILLROTH – Saisoneröffnung auf Grube Georg – Industriekultur und Geschichte hautnah erleben

WILLROTH – Saisoneröffnung auf Grube Georg – Industriekultur und Geschichte hautnah erleben

Die Grube Georg in Willroth, im Landkreis Altenkirchen ist ein Überbleibsel der traditionellen Bergbaugeschichte von Westerwald und Siegerland und steht als Wahrzeichen der Region direkt an der Autobahn A3 und der ICE-Trasse Köln-Frankfurt. Der 56m hohe Förderturm ist das Zeichen des modernen Eisenbergbaus der Region. Vom Förderturm aus bietet sich dem Besucher bei schönem Wetter eine herrliche Aussicht über die Region Westerwald.

Die Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld lädt in Kooperation mit dem Förderverein Bergbau- und Hüttentradition e.V. am Samstag, 28. März 2026, ab 14:30 Uhr zur Saisoneröffnung auf Grube Georg, Grubenstraße 5, 56594 Willroth ein.

Bis 17:30 Uhr haben Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, das eindrucksvolle Industriedenkmal bei freiem Eintritt zu erkunden. Der Verein freut sich über freiwillige Spenden.

Nach einem erfolgreichen „Jahr des Bergbaus“ 2025 mit über 1.000 Gästen startet der Verein mit frischen Ideen und neuen Angeboten in die Saison 2026. In den vergangenen Monaten wurde das Willrother Wahrzeichen weiter aufgewertet: Neue Tische und Stühle laden zum gemütlichen Verweilen ein.

Die sehenswerte Bildergalerie, die gemeinsam mit dem Naturpark Rhein-Westerwald realisiert werden konnte, stellt eindrucksvoll den Kontrast der bergbaulichen Vergangenheit im Horhauser Gangzug und der heutigen Bergbaufolgelandschaft in den Mittelpunkt. Eine Gabione mit Infotafeln begrüßt alle Gäste am Eingangstor des Geländes am Ende der Grubenstraße.

Im Mittelpunkt der Saisoneröffnung stehen Führungen durch die „Weiße Aufbereitung“ sowie das Fördergerüst von Schacht 2. Diese beginnen mit einer anschaulichen Präsentation über den Siegerländer Erzbergbau und die Bergbautradition in Willroth. Im Anschluss können die Besucher das kleine Museum mit originalen bergbaulichen Relikten besichtigen und gemeinsam mit erfahrenen Gästeführern den Förderturm erklimmen. Vom höchsten Punkt eröffnet sich ein beeindruckender Blick über die Region – bei klarer Sicht sogar bis zum Kölner Dom. Die erwachende Natur des beginnenden Frühlings bietet derzeit einen eindrucksvollen Ausblick vom höchsten Punkt des Industriedenkmals.

Blick in die Natur: Frühlingslandschaft von oben

Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt: An der Grubenbar werden Kaffee, Kuchen und kalte Getränke angeboten. Ausreichend Sitzgelegenheiten sowie Audio-Guides stehen zur Verfügung, sodass der Besuch zu einem gemütlichen Nachmittag im industriellen Ambiente einlädt.

Aus Sicherheitsgründen ist die Besteigung des Förderturms für Kinder unter 14 Jahren nur eingeschränkt möglich (kein Zutritt zur Außentreppe). Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr, es gelten die Bestimmungen der Besucherordnung.
Auch in dieser Saison finden an jedem 3. Samstag im Monat (April bis Oktober) um 14:30 Uhr offene Führungen statt. Die Führungen sind unter www.westerwald-sieg.de buchbar. Alle weiteren Termine, Veranstaltungen und Informationen finden Sie auf der Homepage unter www.bergbau-willroth.de. Für Gruppen sind Besichtigungen jederzeit nach Vereinbarung über die Tourist-Info der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld möglich.

Bergbauliches Wochenende am Samstag und Sonntag

Ein weiteres Highlight erwartet Interessierte am darauffolgenden Sonntag, 29. März 2026: Der Alvenslebenstollen am alten Bahndamm in Burglahr, der lange verschüttet und wiederentdeckt wurde, kann kostenfrei besichtigt werden.

Wir freuen uns auf Sie! – Glück-Auf! Weitere Infos: Tourist-Info der Verbandsgemeindeverwaltung Altenkirchen-Flammersfeld, Angela Metzen, Tel. 02681/85-249, E-Mail: tourist-info@vg-ak-ff.de. Foto: © Dominik Ketz

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