Westerwald-Premiere des Dokumentarfilms „Power to Change – Die EnergieRebellion“

NEITERSEN – Die Energiewende als Friedensstifter – Die Westerwald-Premiere des Dokumentarfilms „Power to Change – Die EnergieRebellion“ sorgte für großes Interesses – Als am Mittwochabend das Publikum in der sehr gut besuchten Wied-Scala in Neitersen applaudierte, war dies nicht dem Anpfiff des Champions-League-Spiels in Lissabon geschuldet, sondern der Filmpremiere des Dokumentarfilms „Power to Change – Die EnergieRebellion“ und dem Besuch des Regisseurs Carl-A. Fechner, der Punkt 20:45 Uhr die Bühne betrat. In der anschließenden Gesprächsrunde mit dem Regisseur und regionalen Klimaschutzakteuren entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über den Film und die Energiewende. Möglich wurde die Veranstaltung durch eine Kooperation der gemeinsamen Klimaschutzinitiative des Landkreises Altenkirchen und seiner Verbandsgemeinden, dem Regionalbüro Westerwald der Energieagentur Rheinland-Pfalz, der Energie-Genossenschaft Maxwäll sowie dem Programmkino Wied-Scala in Neitersen, welches das passende Ambiente bot.

In seinem 90minütigen Dokumentarfilm präsentierte Carl-A. Fechner über verschiedene Handlungsstränge die Energiewende in seinem ganzen Facettenreichtum und zeigte auf, dass eine dezentrale und regionale Energieversorgung basierend auf 100 Prozent erneuerbaren Energien möglich ist. „Es bedarf einer Vielzahl an Energierebellen, die mit Begeisterung, Überzeugung und Beharrlichkeit, Projekte voranbringen. Viele kleine Projekte, die alleine betrachtet unbedeutend sind, führen in der Masse zum Erfolg“, unterstrich Fechner in der Diskussion die Kernbotschaft seines Films.

Ein Handlungsstrang des Films führt den Zuschauer in den Osten der Ukraine, wo seit 2014 Krieg um geo- und energiepolitische Interessen herrscht. Friedrich Hagemann, Aufsichtsratsvorsitzender der Maxwäll Energie-Genossenschaft verwies in dem Zusammenhang auf die Golfkriege, die dem Kampf um Erdöl geschuldet waren. Hans-Josef Fell, Mitbegründer des Erneuerbaren-Energien-Gesetz und Protagonist des Films, stellte die einfache Rechnung auf, dass durch eine dezentrale Energieversorgung auf Basis von erneuerbaren Energien, Konflikte um fossile Energieressourcen wie Öl und Gas in Zukunft überflüssig werden. Somit bedeutet der Aufbruch in eine Zukunft, ohne fossile und atomare Energieträger, nicht nur den richtigen Weg in Sachen Klimaschutz, sondern auch einen Beitrag zum Frieden in der Welt.

Peter Müller, vom Regionalbüro der Energieagentur, der die Veranstaltung moderierte, warb mit dem Filmzitat „Wir haben nicht nur die Verantwortung für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir unterlassen“, dafür, dass jeder für seine eigene Energiewende mit den ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten vorantreibt.

Klimaschutzmanager Stefan Glässner war sich angesichts des vollen Kinos und vieler positiver Rückmeldungen sicher, dass der Dokumentarfilm „Power to Change“ das Bewusstsein und die Akzeptanz für die Notwendigkeit der Energiewende weiter stärken wird. Außerdem hält Glässner eine Integration des Dokumentarfilms in den Schulunterricht für eine spannende Möglichkeit, die Energiewende zu thematisieren. Insbesondere, weil für den Dokumentarfilm umfangreiches didaktisches Material zur Verfügung steht. Sondervorstellungen für Schulen, Unternehmen und Verein sind in der Wied-Scala möglich. Unterstützung und weitere Informationen erhalten unter: 02681-813801 oder stefan.glaessner@kreis-ak.de.

 

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