Verbesserungen für Hebammen notwendig
BERLIN – Verbesserungen für Hebammen notwendig – Bätzing-Lichtenthäler: Versorgung im ländlichen Raum sichern – Obwohl die Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und CDU/CSU nun beendet sind, erreichen besorgniserregende Nachrichten die Gesundheitspolitiker der möglichen Koalition. Der Deutsche Hebammenverband hat nun mitgeteilt, dass die Beiträge zur Berufshaftpflicht ab dem 01. Juli 2014 um rund 20 Prozent erhöht werden und 2015 nochmals um 20 Prozent. „Für viele freiberuflichen Hebammen stellt sich damit erneut die Existenzfrage“, so Sabine Bätzing-Lichtenthäler, die sich seit Jahren mit der Thematik auseinandersetzt und fügt hinzu: „Zwar hat sich die Koalitionsarbeitsgruppe Gesundheit und Pflege mit diesem Thema beschäftigt und man ist auch bereit für eine ‚angemessene Vergütung‘ zu sorgen, aber das kann nur ein Anfang sein. Wir müssen zu einer dauerhaften Regelung kommen, damit auch freiberufliche Hebammen von ihrer Arbeit leben können.“
Auch Anne Arfsten, Hebamme aus dem Kreis Altenkirchen sowie 2. Vorsitzende des Hebammen-Landesverbandes Rheinland-Pfalz, kämpft seit vielen Jahren für eine Verbesserung der Situation in ihrem Berufsfeld. Erneut hat sie sich an Bätzing-Lichtenthäler gewandt und auf die Missstände aufmerksam gemacht. Das Hauptproblem ist, dass sich letztlich kaum Versicherer finden, die auch bereit sind, Hebammen aufzunehmen. Zuletzt erfolgte eine Neuausschreibung auf dem europäischen Versicherungsmarkt: von 151 Versicherern hatten 147 Unternehmen kein Interesse. Von den verbliebenen vier Unternehmen bilden drei bereits jetzt ein Versicherungskonsortium für die Hebammen – aber eben zu den entsprechenden ungünstigen Tarifen. Durch diese Monopolisierung kann natürlich kein Wettbewerb entstehen und die Prämien steigen. Auch im Sinne der werdenden Mütter sollte hier möglichst schnell eine Regelung getroffen werden. Bätzing-Lichtenthäler weiß, dass schon jetzt Hebammen vergeblich gesucht werden. „Gerade im ländlichen Raum wird das zeitnah zu einem Problem werden“, so die Politikerin.















