Über 333.000 Euro Landesmittel fließen in den Kreis Altenkirchen

KREIS ALTENKIRCHEN – Über 333.000 Euro Landesmittel fließen in den Kreis Altenkirchen zum Ausbau der Inklusion – Wie der Landtagsabgeordnete Thorsten Wehner mitteilt, erhalten die Kommunen in Rheinland-Pfalz am 1. März die erste Jahresüberweisung des Landes zum Ausbau der Inklusion. Der Landkreis Altenkirchen bekommt aus dem Unterstützungsfonds 298.841 Euro. Weitere 34.801 Euro verteilen sich auf die Verbandsgemeinden mit Schwerpunktschulen.
Eine entsprechende Vereinbarung habe laut Wehner das Land mit den kommunalen Spitzenverbänden Ende 2014 getroffen. Demnach sollen die Kommunen künftig jährlich zehn Millionen Euro für den Ausbau des gemeinsamen Unterrichts von behinderten und nichtbehinderten Kindern erhalten. Entsprechend der Vereinbarung würden sieben Millionen Euro, 70 Prozent, auf die Landkreise und kreisfreien Städte, die auch Träger der Kinder-, Jugend und Sozialhilfe sind, aufgeteilt. Die Verteilung richte sich nach der Gesamtschülerzahl in den Schulen des jeweiligen Kreises und der jeweiligen Stadt. Die restlichen 30 Prozent, drei Millionen Euro, würden auf die Kommunen mit Schwerpunktschulen verteilt. Auch hier sei der Maßstab für die Verteilung die Gesamtschülerzahl.
„Mehr gemeinsamer Unterricht ist ein Baustein zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, die Deutschland ratifiziert hat“, erinnert Wehner. „Inklusion stellt Bund, Land und Kommunen vor große Herausforderungen. Dass das Land die Kommunen nun bei der Umsetzung unterstützt, ist eine gute Nachricht. Es hilft vielerorts Schulen, in denen gemeinsamer Unterricht organisiert wird“, so der Parlamentarier, der auch Mitglied im Bildungsausschuss des Landtags ist.
Die rot-grüne Landesregierung setze sich für die Wahlfreiheit der Eltern behinderter Kinder ein. „Denn Mütter und Väter kennen ihr Kind am besten und können daher auch am besten entscheiden, ob die Förderschule oder eine Schwerpunktschule der geeignete Förderort ist“, betont Wehner. Daher sei der Erhalt von Förderschulen, der Ausbau des Inklusions-Angebots an Schwerpunktschulen sowie eine weitere Qualifizierung der Lehrerinnen und Lehrer gleichermaßen wichtig. „Die Landesmittel stellen sicher, dass die Schaffung eines größeren Angebots von gemeinsamen Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Behinderungen der Nachfrage entsprechend abgedeckt wird“, so Wehner.

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