RHEINLAND-PFALZ – TV-N Rheinland-Pfalz: ver.di ruft zum gemeinsamen Streik in Saarbrücken auf

RHEINLAND-PFALZ – TV-N Rheinland-Pfalz: ver.di ruft zum gemeinsamen Streik in Saarbrücken auf

Auch die zweite Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und dem Kommunalen Arbeitgeberverband Rheinland-Pfalz e. V. (KAV RP) ist ergebnislos geblieben. ver.di ruft deshalb die Tarifbeschäftigten im TV-N Rheinland-Pfalz zum Streik auf. Der Arbeitskampf beginnt bereits am Sonntag, 1. Februar 2026, um 22:00 Uhr und dauert bis zum Ende der letzten Schicht am Montag, 2. Februar 2026.

Die öffentlichen Aktionen folgen am Montag: Rheinland-pfälzische und saarländische Beschäftigte ziehen ab 10:00 Uhr in mehreren Demonstrationszügen durch Saarbrücken. Die gemeinsame Kundgebung findet um 11:11 Uhr auf dem Rathausplatz statt.

Betroffen sind sämtliche Betriebe und Standorte der KRN Kommunalverkehr Rhein-Nahe GmbH, der Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH, der Stadtwerke Pirmasens Verkehrs-GmbH, der SWK Stadtwerke Kaiserslautern Verkehrs-AG sowie der SWT AöR der Stadt Trier.

Die Arbeitsniederlegungen werden voraussichtlich weite Teile des Landes betreffen. Auch Einschränkungen im Berufs- und Schülerverkehr sind möglich. Der Landeselternsprecher wurde von ver.di über die zu erwartenden Auswirkungen informiert.

„Die Arbeitgeber waren in der letzten Verhandlungsrunde nicht bereit, auf die berechtigten Kernforderungen der Kolleginnen und Kollegen einzugehen. Daher müssen wir diesen jetzt Nachdruck verleihen“, sagt der zuständige ver.di-Verhandlungsführer für Rheinland-Pfalz, Marko Bärschneider. Im Mittelpunkt stehen deutliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Dazu gehören unter anderem höhere Zuschläge und ein verbessertes Urlaubsgeld. Außerdem sollen Wendezeiten künftig nicht zu Lasten des Fahrpersonals gehen, sondern fair und vollständig vergütet werden. „Wer auf dem Fahrzeug sitzt oder für dieses verantwortlich ist, der muss auch voll bezahlt werden“, ergänzt Bärschneider. Wichtig sind den Beschäftigten zudem eine Entlastung durch Arbeitszeitverkürzung sowie eine Aufstiegsmöglichkeit in die Entgeltgruppe EG 6.

Am 4. Februar 2026 steht in Rheinland-Pfalz die dritte Verhandlungsrunde an. ver.di erwartet, dass die Arbeitgeberseite dann spürbar Bewegung zeigt und ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegt.

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