RHEINLAND-PFALZ – Tarifrunde der Länder

RHEINLAND-PFALZ – Tarifrunde der Länder

Auf einer Pressekonferenz des DGB Rheinland-Pfalz/Saarland in Mainz haben die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, die Gewerkschaft der Polizei und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft gemeinsam die Bedeutung des öffentlichen Dienstes hervorgehoben und mehr Tempo in den Tarifverhandlungen der Länder eingefordert. Im Mittelpunkt standen die anhaltend hohe Belastung der Beschäftigten, die wachsenden Herausforderungen im Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern sowie die Erwartung, dass die Arbeitgeber endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen.

„Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst sorgen bei der Polizei für unsere Sicherheit, sie lehren unsere Kinder in den Schulen oder geben ihr Bestes für unsere Gesundheit in Kliniken“, so Susanne Wingertszahn, Vorsitzende des DGB Rheinland-Pfalz/Saarland. „Der Wert ihrer Arbeit ist gar nicht hoch genug einzuschätzen. Das hat man in der Coronapandemie gesehen, das sollte man aber eigentlich tagtäglich erkennen und wertschätzen.“

ver.di bekräftigt die Forderung nach spürbaren Verbesserungen, damit der öffentliche Dienst attraktiv bleibt und Leistungsfähigkeit gesichert wird. In der Pressekonferenz wurde zudem deutlich kritisiert, dass die Arbeitgeberseite bislang keine angemessene Perspektive eröffnet hat. Stattdessen sei angekündigt worden, lediglich „einen Schnaps über der Inflationsquote“ anbieten zu wollen. Aus Sicht von ver.di reicht das nicht aus, um Reallohnverluste auszugleichen und die Beschäftigten zu entlasten. Mit Blick auf die Äußerungen der Arbeitgeberseite sagte Marion Paul, Landesbezirksleiterin der Gewerkschaft ver.di in Rheinland-Pfalz-Saarland: „Wir würden nehmen, was die Arbeitgeber anbieten. Bei uns fängt Schnaps bei 35% an.“

„Die Mitarbeitenden im öffentlichen Dienst gewährleisten durch die Sicherstellung einer funktionierenden öffentlichen Daseinsvorsorge ein gutes Zusammenleben der Menschen in unserem Land und das muss endlich erkannt und wertgeschätzt werden“, so Paul.

Nach den ergebnislosen Runden im Dezember sowie am 15. und 16. Januar 2026 geht es in der nächsten Verhandlungsphase vom 11. bis 13. Februar 2026 weiter. ver.di erwartet, dass die Arbeitgeber dann ein Angebot vorlegen, das der Leistung der Beschäftigten und der Realität in den Dienststellen gerecht wird.

Beitrag teilen