RHEINLAND-PFALZ – Rheinland-Pfalz bei Integration ukrainischer Geflüchteter in Arbeit überdurchschnittlich erfolgreich
RHEINLAND-PFALZ – Rheinland-Pfalz bei Integration ukrainischer Geflüchteter in Arbeit überdurchschnittlich erfolgreich
Der aktuelle Kurzbericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) beschäftigt sich mit der Integration von in 2022 eingereisten Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine in den Arbeitsmarkt. Laut den Analysen liegt Rheinland-Pfalz hinter Bayern und Baden-Württemberg auf dem dritten Platz bezogen auf die Beschäftigungsquote von Geflüchteten im dritten Jahr nach Zuzug. Arbeitsministerin Dörte Schall sieht darin eine Bestätigung der aktiven und eng verzahnten Arbeitsmarktpolitik des Landes.
„Die gute Beschäftigungsquote ukrainischer Geflüchteter in Rheinland-Pfalz ist kein Zufall. Rheinland-Pfalz ist grundsätzlich ein starker Wirtschaftsstandort mit der drittniedrigsten Arbeitslosenquote im Bund. Gleichzeitig bin ich davon überzeugt, dass die deutlich überdurchschnittliche Beschäftigungsquote auch das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit von Jobcentern, Kommunen und Land sowie gezielter Förderinstrumente ist“, sagte Arbeitsministerin Schall. „Unser Anspruch ist es, Menschen, die vor Krieg geflohen sind, möglichst schnell eine realistische Perspektive auf Ausbildung oder Beschäftigung zu eröffnen.“
Neben der regionalen Wirtschaftsstruktur sind insbesondere eine frühzeitige Aktivierung, passgenaue Unterstützungsangebote und individuelle Begleitung entscheidend für eine erfolgreiche Integration in Arbeit. Rheinland-Pfalz setzt hier seit Jahren auf eine aktive Arbeitsmarktpolitik mit einem klaren Schwerpunkt auf individuelles Coaching und Qualifizierung.
Ein zentrales Instrument ist der Förderansatz „Jobcoach“, der 2024 flankierend zum Job-Turbo landesweit etabliert wurde. Die Projekte richten sich an erwerbsfähige Leistungsberechtigte im SGB II und bieten ein individuelles Coaching und Begleitung. Ziel ist es, konkret bei den Schritten auf dem Weg in Arbeit oder eine weiterführende Qualifizierung zu unterstützen und Hürden abzubauen, die einer Beschäftigungsaufnahme noch entgegenstehen.
„Gerade geflüchtete Menschen stehen häufig vor mehreren Herausforderungen gleichzeitig – sei es der Spracherwerb, die Anerkennung von Abschlüssen oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, so Arbeitsministerin Dörte Schall. „Mit unserem Jobcoach-Ansatz setzen wir deshalb bewusst auf individuelle Begleitung. Wir unterstützen Menschen dabei, ihren Weg in eine nachhaltige Beschäftigung zu finden.“
26 Jobcoach-Projekte sind am 1. Januar 2026 in die aktuelle Förderrunde gestartet. Bis zum 30. Juni 2027 fördert das Arbeitsministerium damit gemeinsam mit den Jobcentern landesweit zwei Projekte mehr als beim erstmaligen Förderaufruf im Jahr 2024. Das Land stellt dafür aus arbeitsmarktpolitischen Mitteln bis zu 2,2 Millionen Euro für die Umsetzung der Jobcoach-Projekte zur Verfügung. Die regional zuständigen Jobcenter kofinanzieren die jeweiligen Projekte mit 40 Prozent der förderfähigen Kosten.
„Arbeitsmarktintegration und Fachkräftesicherung gehören zusammen“, betonte die Ministerin. „Viele ukrainische Geflüchtete bringen berufliche Qualifikationen und wertvolle Erfahrungen mit. Wenn wir diese Potenziale durch gezielte Sprachförderung, berufliche Anerkennung und Weiterbildung erschließen, profitieren sowohl die Menschen als auch unsere Betriebe im Land.“
















