RHEINLAND-PFALZ – Internationaler Frauentag 2026 – Mitbestimmen. Mitgestalten. MehrWert Gleichstellung.

RHEINLAND-PFALZ – Internationaler Frauentag 2026 – Mitbestimmen. Mitgestalten. MehrWert Gleichstellung.

Anlässlich des Internationalen Frauentags ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) in Rheinland-Pfalz und im Saarland zur aktiven Beteiligung an den Betriebsratswahlen von März bis Mai 2026 auf.

„Unter dem Motto Mitbestimmen. Mitgestalten. MehrWert Gleichstellung. machen wir deutlich: Starke Betriebsräte sind ein entscheidender Hebel für mehr Gleichstellung in der Arbeitswelt“, erklärt Sabine Engelhardt-Cavelius, stellvertretende Landesbezirksleiterin von ver.di Rheinland-Pfalz-Saarland.

Die Demokratie steht unter Druck. Polarisierung, Hass und antifeministische Tendenzen gefährden gesellschaftlichen Zusammenhalt und erkämpfte Fortschritte. Auch in den Betrieben verschärft sich der Ton: Beschäftigte werden gegeneinander ausgespielt, soziale Standards werden infrage gestellt. „Gerade jetzt braucht es klare Haltung und starke Mitbestimmung. Deshalb ist es so wichtig, dass wir unser Wahlrecht nutzen, bei der Betriebsratswahl genauso wie bei der Landtagswahl“, sagt Marion Paul, Landesbezirksleiterin von ver.di Rheinland-Pfalz-Saarland.

Gleichstellung ist kein Selbstläufer: Frauen verdienen in Deutschland noch immer durchschnittlich 16 Prozent weniger pro Stunde als Männer. Sie leisten weiterhin den Großteil unbezahlter Sorgearbeit, arbeiten häufiger in (oft unfreiwilliger) Teilzeit und stoßen bei Karrierewegen an gläserne Decken. Diese strukturelle Benachteiligung ist kein Naturgesetz. Sie kann und muss verändert werden.

Betriebsräte gestalten Arbeitsbedingungen konkret mit. Sie wirken unter anderem bei Arbeitszeiten, Überstunden, Qualifizierung, Einstellungen sowie der Ausgestaltung von Arbeitsplätzen mit. In Betrieben mit Betriebsrat gibt es häufiger verbindliche Regeln für planbare Arbeitszeiten, bessere Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie mehr Schutz vor Diskriminierung und sexueller Belästigung durch klare Vereinbarungen und wirksame Beschwerdewege. Mitbestimmung schafft messbaren Mehrwert, besonders für Frauen und für alle, die Sorgearbeit übernehmen.

„Wir rufen daher alle Beschäftigten auf: Beteiligen Sie sich an den Betriebsratswahlen 2026 und wählen Sie Kolleginnen und Kollegen, die Gleichstellung ernst nehmen. Ohne starke Betriebsräte keine Mitbestimmung, und ohne Mitbestimmung keine Gleichstellung“, so Engelhardt-Cavelius abschließend.

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