RHEINLAND-PFALZ – Deutlich mehr Auszubildende – Land setzt Fachkräftestrategie Pflege- und Gesundheitsfachberufe Rheinland-Pfalz fort
RHEINLAND-PFALZ – Deutlich mehr Auszubildende – Land setzt Fachkräftestrategie Pflege- und Gesundheitsfachberufe Rheinland-Pfalz fort
Die Ausbildungszahlen in den Gesundheitsfachberufen in Rheinland-Pfalz sind im Schuljahr 2025/2026 erneut deutlich gestiegen. Sowohl an privaten Gesundheitsfachschulen als auch an staatlichen und Krankenhausschulen zeigt sich ein klarer Aufwärtstrend.
Nach Angaben des Statistischen Landesamtes hat sich die Zahl der Auszubildenden gegenüber dem Vorjahr von 12.409 auf 13.741 erhöht. Dies entspricht einem Anstieg von 11 Prozent. Damit zeigt die Fachkräftestrategie Pflege- und Gesundheitsfachberufe des Landes Rheinland-Pfalz messbare Wirkung.
Arbeits- und Sozialministerin Dörte Schall erklärte: „Unsere Fachkräftestrategie greift. Sie verbindet finanzielle Entlastung, strukturelle Modernisierung und digitale Innovation zu einem klaren politischen Gesamtkonzept. Besonders eindrucksvoll ist die Entwicklung an den privaten Schulen: seit Einführung der Schulgeldfreiheit im Jahr 2022 ist die Zahl der Auszubildenden dort um 76 Prozent gestiegen. Das ist ein starkes Signal für die Attraktivität der Gesundheitsfachberufe und ein konkreter Beitrag zur Sicherung der Gesundheitsversorgung in Rheinland-Pfalz.“
Die Entwicklung erstreckt sich über nahezu zwei Drittel aller Berufsgruppen – von der Podologie über die Krankenpflegehilfe bis hin zu anästhesie- und operationstechnischen Assistenzberufen sowie weiteren Gesundheitsfachberufen.
Auch in der Pflege setzt sich der stabile Wachstumstrend fort: Die Zahl der Auszubildenden ist von 6.304 auf 7.208 gestiegen – ein Plus von 14 Prozent.
Ministerin Schall betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung der landesweiten Ausbildungskampagne: „Die steigenden Zahlen in der Pflegeausbildung sind auch ein Erfolg unserer Kampagne #werpflegtbewegt. Mit authentischen Einblicken, starken Vorbildern aus Rheinland-Pfalz und einer gezielten Ansprache junger Menschen sowie Quereinsteigender erreichen wir neue Zielgruppen. Die Resonanz zeigt: Pflege überzeugt – und sie bewegt.“
Besonders deutliche Zuwächse gab es in folgenden Ausbildungsbereichen:
- In der Krankenpflegehilfe stieg die Zahl der Auszubildenden von 447 auf 608 (+36 Prozent),
- in der Medizinischen Technologie für Radiologie von 144 auf 190 (+32 Prozent),
- bei den Anästhesietechnischen Assistentinnen und Assistenten von 152 auf 177 (+16 Prozent) und
- in der Ergotherapie von 725 auf 839 (+16 Prozent).
Konstant geblieben ist die Zahlen bei den Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern (555) sowie in der Physiotherapie (1.991). In einzelnen weiteren Gesundheitsfachberufen sind leichte Rückgänge zu verzeichnen.
Zur Unterstützung dieser Entwicklung hat die Landesregierung in den vergangenen Jahren verschiedene strukturelle Maßnahmen auf den Weg gebracht. Dazu gehören die Fachkräftestrategie Pflege 2025–2028, die Qualifizierungs- und Digitalisierungsstrategie Gesundheitsfachberufe Rheinland-Pfalz 2025 sowie die seit 2022 umgesetzte Schulgeldfreiheit.
„Wir handeln entschlossen, weil der Bedarf wächst. Jede zusätzliche Auszubildende und jeder zusätzliche Auszubildende stärkt die Versorgungsstrukturen im Land. Rheinland-Pfalz investiert gezielt in gute Ausbildungsbedingungen, moderne Lernorte und faire Zugangsbedingungen – und dieser Einsatz zahlt sich aus“, so Ministerin Schall abschließend.















