RHEINLAND-PFALZ – Beschäftigte machen Druck vor zweiter Verhandlungsrunde: Warnstreiks in Kaiserslautern und Mainz am 13. und 14. Januar

RHEINLAND-PFALZ – Beschäftigte machen Druck vor zweiter Verhandlungsrunde: Warnstreiks in Kaiserslautern und Mainz am 13. und 14. Januar

In der Tarifrunde der Länder erhöhen die Beschäftigten in Rheinland-Pfalz den Druck auf die Arbeitgeber. Am Dienstag, 13. Januar 2026, findet in Kaiserslautern auf dem Schillerplatz ein Warnstreik statt. Aufgerufen sind alle Tarifbeschäftigten des ver.di Bezirk Pfalz. Am Mittwoch, 14. Januar 2026, ruft ver.di Mittelrhein außerdem die Beschäftigten der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und des Studierendenwerks Mainz zu einem Warnstreik auf.

Die Warnstreiks sind eine klare Antwort auf den bisherigen Kurs der Arbeitgeberseite. In der ersten Verhandlungsrunde am 3. Dezember 2025 legte die Tarifgemeinschaft deutscher Länder kein Angebot vor. Das ist ein Signal der Missachtung gegenüber den Beschäftigten, die den Laden täglich am Laufen halten: in Hochschulen und Forschung, in Verwaltung, Technik, Mensa, Beratung und Service.

„Gute Arbeit im öffentlichen Dienst ist keine Luxusfrage, sondern eine Frage von Respekt und sozialer Gerechtigkeit“, sagt Fabian Gödeke, Bezirksgeschäftsführer von ver.di Mittelrhein. „Wer ohne Angebot in die Verhandlungen geht, setzt auf Hinhaltetaktik. Wir sagen klar: Die Länder müssen jetzt Prioritäten setzen und in ihre Beschäftigten investieren. Das ist auch eine Voraussetzung, um Personal zu halten und neuen Nachwuchs zu gewinnen.“

Jürgen Knoll, Bezirksgeschäftsführer von ver.di Pfalz betont: „In der Pfalz spüren wir jeden Tag, was passiert, wenn Stellen unbesetzt bleiben und Löhne hinterherhinken. Wenn Belastung der Beschäftigten steigt, zahlen am Ende nicht nur Beschäftigte, sondern auch Bürgerinnen und Bürger täglich die Zeche“.

Vor der zweiten Verhandlungsrunde am 15. und 16. Januar 2026 in Potsdam erwarten die Beschäftigten endlich ein verhandlungsfähiges Angebot und sind zur Not bereit den Druck weiter zu erhöhen.

ver.di fordern 7 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 300 Euro monatlich zur Stärkung der unteren Lohngruppen. Für Nachwuchskräfte sollen die Vergütungen um 200 Euro pro Monat steigen, zudem wird die unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung gefordert. Studentische Beschäftigte sollen ein tariflich garantiertes Mindeststundenentgelt erhalten. Darüber hinaus sollen alle Zeitzuschläge um 20 Prozentpunkte erhöht werden. Die Laufzeit soll zwölf Monate betragen.

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