Rekultivierung/Renaturierung des Geländes der ehemaligen Kreismülldeponie in Nauroth
NAUROTH – Naurother Verein befürchtet weiterhin Umladestation – Im öffentlichen Teil der Naurother Ortsgemeinderatssitzung stand das Thema Rekultivierung/Renaturierung des Geländes der ehemaligen Kreismülldeponie in Nauroth auf der Tagesordnung. Zu unserer Verwunderung, so Katrin Donath, wurde dieser Ratstermin, mit dem für die Naurother doch sehr wichtigen Tagesordnungspunkt mehr als spärlich in den Printmedien kommuniziert. Es waren nicht nur der Verbandsgemeindebürgermeister Konrad Schwan, sondern auch die Herren Schumacher und Haiduk vom Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) aus Altenkirchen eigens angereist. Mit einer anschließenden Powerpoint- Präsentation wurde den Vertretern des Rates und Besucherinnen und Besuchern die Historie der ehemaligen Kreismülldeponie und die „Wünsche“ der Werkleitung zur Renaturierung vorgestellt. Nach Aussage von Haiduk möchte der AWB die staatliche Förderung der anstehenden Maßnahme prüfen lassen. Es wären bestimmte Voraussetzungen und Formalien einzuhalten, die den Beginn der Arbeiten bis in die 2020ziger Jahre verschieben würden. Man sei auch sehr optimistisch was die Förderfähigkeit der Liegenschaft betrifft, führte der Referent aus.
Seit unserer Gründung im Jahre 2005 beklagen wir uns über die mangelnde Transparenz und den nicht vorhandenen Informationsfluss zu Maßnahmen auf dem Gelände des Wertstoffhofes in Nauroth. Die Sitzung hätte eine gute Gelegenheit geboten, die Bürgerinnen und Bürger über die seit einiger Zeit statt findenden Baumaßnahmen allumfänglich zu informieren. „Wir beobachten die Bautätigkeit auf dem Gelände mit Sorge, aus diesem Grund hat der Verein bereits vor Wochen alle Gemeinderatsmitglieder und die Bürgermeisterin angeschrieben und ein Gespräch angeboten. Zu unserem Bedauern, gab es keinerlei Reaktion auf unser Schreiben.“ so Katrin Donath, Vorsitzende des Vereins Umwelt und Natur Nauroth e.V. „Wir verstehen uns als Interessenvertreter der Menschen hier im Ort und der Bevölkerung der Nachbargemeinden. Unsere Befürchtung ist der Ausbau und eine Ertüchtigung des Wertstoffhofes in einem solchen Umfang, dass in der Zukunft, spätestens jedoch nach dem Ende der neuen Ausschreibungen, die Umladung von Müll in Nauroth wieder thematisiert wird. “, so Donath weiter. Mit den neuen Ausschreibungen und der Vergabe von Mülltransport und -entsorgung für den Kreis Altenkirchen wird sich sicher die finanzielle Belastung für die Gebührenzahler erhöhen. Dieses Argument und die jetzigen Investitionen auf dem Wertstoffhof in Nauroth, werden den AWB in den nächsten Jahren dazu veranlassen, weiter an den Plänen zu einer kreiseigenen Umladestation festzuhalten. Trotz des uns ständig vorgeworfenen mangelnden Sachverstandes und Unkenntnis, halten wir ein solches Vorhaben weiterhin für unwirtschaftlich und nicht nachvollziehbar. In unseren Pressemitteilungen haben wir bereits mehrfach darauf hingewiesen. Es wird abzuwarten sein, wann Nauroth/Bindweide wieder vom AWB als favorisierter Standort für das Projekt „Müllumladestation“ gehandelt wird. Bis dahin führen wir unsere Vereinsarbeit für die Menschen in unserer Region unerschüttert fort und wenden uns gegen die Verschwendung der Müllgebühren.
















