„Prävention und Eigenverantwortung sind wichtige Säulen der Diabetesbekämpfung!“

Erwin Rüddel MdB - Diabetiker-SelbsthilfegruppeKREISGEBIET – „Prävention und Eigenverantwortung sind wichtige Säulen der Diabetesbekämpfung!“ – Erwin Rüddel referierte bei Diabetiker Selbsthilfegruppe Asbach/Flammersfeld – „Prävention und Früherkennung ist eine wichtige Säule der Diabetesbekämpfung“. Mit einem krankheitsübergreifenden Ansatz sollen lebensstilbedingte, chronische Erkrankungen vermindert oder zumindest in ihrem Verlauf positiv beeinflusst werden“, erklärte der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel anlässlich eines Vortrags zum Thema „Diabetesvorsorge im Präventionsgesetz“ vor einer Vielzahl von Zuhörerinnen und Zuhörern der Diabetiker-Selbsthilfegruppe Asbach/Flammersfeld in der Asbacher DRK Kamillus Klinik.

Die per demografischer Entwicklung immer älter werdende Gesellschaft sei zusätzlich gekennzeichnet durch einen Wandel der Lebensstile: Fahrstuhl statt Treppe, Auto statt Fahrrad oder zu Fuß gehen, Computer/Spielekonsole statt körperlicher Betätigung in der Freizeit und Fastfood statt gesunder Ernährung. Alleine aufgrund dieser Entwicklung sei von einer weiteren Zunahme der Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus Typ 2 auszugehen.

„Und da freue ich mich, dass die Prävention, Früherkennung, aber auch die Versorgung der Erkrankung Diabetes als primäres nationales Gesundheitsziel im Gesetzentwurf verankert wird. Das zeigt, dass das Thema Diabetes in der Politik angekommen ist“, so Rüddel, der dem Gesundheitsausschuss der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag angehört. Deshalb sei es bedeutsam, dass unter Umsetzung des Koalitionsvertrages mit diesem Gesetz die Prävention und Gesundheitsförderung in den Vordergrund der Gesundheitsversorgung rücken. Die hierfür vorgesehenen Mittel von zirka 500 Millionen Euro pro Jahr seien ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

„Als Gesundheitspolitiker ist es mein Ziel, aufzuklären und die Eigenverantwortung eines Jeden so zu stärken, dass Zivilisationskrankheiten wie Diabetes verhindert werden können“, betonte Rüddel. Die Zahlen seien erschreckend: In der Gesellschaft eher als Altersdiabetes bekannt, nehme auch die Zahl von Kindern und Jugendlichen, die an Typ 2 Diabetes erkranken, kontinuierlich zu. Bei aktuell insgesamt 10 Millionen Diabeteserkrankungen – unter Einbeziehung einer nicht quantifizierbaren Dunkelziffer – werde die Zahl der Betroffenen im Jahr 2025 auf rund 20 Millionen ansteigen.

Diabetes zähle damit zu den häufigsten lebensstilbedingten Erkrankungen mit oftmals dramatischen Konsequenzen. „Dazu gehören Herzinfarkte, Schlaganfälle, Amputationen, Erblindungen, Nierenversagen und eine deutlich geringere Lebenserwartung. Die ist eine erschütternde Erkenntnis für die Gesundheitspolitik, aber auch für unsere Gesellschaft“, beklagte der Abgeordnete. Man wisse, dass die Erkrankung bei vielen Patienten vermeidbar gewesen wäre. Falsche Ernährung, lebensstilbedingte Gewichtszunahme und zu wenig Bewegung im Kindesalter seien dafür eine Ursache.

„Das bedeutet, wir müssen die Menschen noch besser aufklären. Prävention und Aufklärung schon in den jungen Jahren halte ich für den Schlüssel, um den explodierenden Kosten, dem ‚Tsunami‘, der auf uns zurollt entgegenwirken zu können. Wenn man richtiges und gesundes Ernährungs- und Bewegungsverhalten bei jungen Menschen von vorneherein anerzieht, werden sie ihr Leben lang mit einem Fundus an Wissen ausgestattet. Und wenn sie selbst Verantwortung tragen, erinnern sie sich vielleicht und versuchen dann, richtiges Körperverhalten zu leben“, äußerte Rüddel. So müsse schon bei den ganz jungen Menschen in Kitas und Schulen angesetzt werden. Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen könne bereits ein ungesunder Lebensstil wie falsche Ernährung, zu wenig Bewegung während der Schwangerschaft ein erhöhtes Diabetesrisiko für das ungeborene Kind bedeuten. Auch hier gelte es anzusetzen.

„Als Union haben wir einen Antrag mit der Forderung nach einer Nationalen Diabetesstrategie auf den Weg gebracht, in der Hoffnung, dass wir diesen zeitnah in der Koalition umsetzen können. Es ist wichtig, dass wir endlich wegkommen von den vielzähligen Einzelmaßnahmen und hin zu zielgerichteten und weit verbreiteten Aufklärungsmaßnahmen“, sagte der heimische Gesundheitspolitiker.

In Anlehnung an die Anti-Raucher-Kampagne könnten die jährlich vorgesehenen 35 Millionen Euro für bundesweite Kampagnen durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung der Schlüssel zum Erfolg sein. Auch hier setze der Gesetzentwurf die richtigen Akzente.

„Auf seine Gesundheit zu achten und sich gesund zu verhalten erfordert Wissen, Befähigung und Eigenverantwortung. Aufgabe von Prävention ist es, dieses zu entwickeln und zu stärken. Jeder Einzelne ist gefordert, durch gesundheitsbewusste Lebensweise Krankheiten vorzubeugen und die Erhaltung bzw. Wiederherstellung seiner Gesundheit zu fördern. Dafür muss der Einzelne angesprochen, gewonnen und unterstützt werden“, bekräftige Erwin Rüddel.

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