Prachtexemplar von Wespenspinne in Mehren entdeckt

Wespenspinne 7217MEHREN – Wespenspinne bei morgendlichem Spaziergang entdeckt – Die Wespenspinne, (Argiope bruennichi) auch Zebraspinne, Tigerspinne oder Seidenbandspinne genannt, ist eine Spinne aus der Familie der Echten Radnetzspinnen. Die große und sehr auffallend gezeichnete Art wurde 2001 zur Spinne des Jahres gewählt. Während Männchen nur eine Körperlänge von sechs Millimetern erreichen, werden Weibchen mit bis zu 25 Millimeter groß. Unverwechselbar ist bei den Weibchen das gelb-weiß gestreifte Hinterleib, (Opisthosoma) das mit schwarzen Querbändern, ähnlich wie bei einer Wespe gezeichnet ist. Zudem weist der Vorderleib eine silbrig-weiß Behaarung auf. (Prosoma) Die hellbraunen Männchen mit undeutlicher dunkler Zeichnung sind dagegen wesentlich unauffälliger.
Die Wespenspinne war bis vor etwa 50 Jahren vor allem im südlichen Europa verbreitet und in Mitteleuropa sehr selten. Ihr Vorkommen war in Deutschland auf wenige Verbreitungsinseln in der Oberrheinischen Tiefebene, im Rhein-Main-Gebiet und in der Umgebung von Berlin beschränkt. Seitdem hat die Art ihr Areal stark vergrößert und ausgedehnt. Mittlerweile ist sie in fast allen europäischen sowie in einigen asiatischen und nordafrikanischen Ländern anzutreffen.
Die Art bevorzugt sonnige, offene Standorte mit niedriger bis halbhoher Vegetation und hoher Heuschreckenpopulation auf trockenem und auch feuchtem Untergrund. Ab Mai sind junge Spinnen anzutreffen, von Juli bis August findet man erwachsene Tiere. Die Weibchen sind bis in den Oktober anzutreffen.

Samstagvormittag wurde dieses Prachtexemplar am Wegesrand in einem, im Gras gespannten Netz, das im Morgentau glitzerte, entdeckt. Die Körpergröße war bei diesem Weibchen bei fast drei Zentimetern. Vor über 20 Jahren wurde ein großes Weibchen in Schürdt registriert und im September 2014 erregte in Reuffelbach ein solches Prachtexemplar Aufsehen.
Das Gift der Wespenspinne ist für den Menschen nicht gefährlich. Die Giftklauen können die menschliche Haut normalerweise nicht durchdringen, da sie zu kurz sind. Lediglich an dünnen Hautstellen, wie zum Beispiel an den Ohrläppchen, kann es theoretisch zu einem Giftbiss kommen. Schwellungen, Rötungen und leichte Schmerzen können die Folge sein. Die Art ist weit verbreitet und in geeigneten Habitaten häufig. Sie wird in Deutschland in der Roten Liste als „ungefährdet“ eingestuft. (ari) Quelle: Wikipedia – Fotos: Ariwa

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