Mit dem Planwagen auf Raiffeisens Spuren
REGION – Mit dem Planwagen auf Raiffeisens Spuren – Rückgriff auf Historie stärkt kommunale Zusammenarbeit – Zwei Landräte, ein Oberbürgermeister und weitere kommunale Würdenträger begeben sich am 1. September im Planwagen auf die Spuren des Genossenschaftsgründers Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Sie starten in Flammersfeld, ihr Ziel ist Heddesdorf. –Im Raiffeisen-Jubiläumsjahr, das die Region zum 200. Geburtstags des Genossenschaftsgründers feiert, finden Kommunen in den Kreisen Neuwied und Altenkirchen zu neuen Kooperationsformen. Ausdruck dieser neu erwachten Zusammenarbeit ist unter anderem die Planwagenfahrt, die hochrangige Kommunalpolitiker am Samstag, 1. September, unternehmen, um so an die historisch belegte Kutschfahrt zu erinnern, die Raiffeisen im Jahr 1852 unternahm, als er die Bürgermeisterstelle in Flammersfeld gegen die in Heddesdorf tauschte. Bereits vor 16 Jahren – zur 150. Wiederkehr des Amtswechsels – hatte es eine ähnliche Fahrt gegeben. Doch bei der 2018er-Tour auf der alten B 256, der Raiffeisenstraße, sind weit mehr Personen dabei. An erster Stelle sind die Landräte der Kreise Altenkirchen und Neuwied, Michael Lieber und Achim Hallerbach, sowie Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig zu nennen, weitere Verbandsgemeinde- und Ortsbürgermeister sind mit von der Partie, die um 08:15 Uhr vor dem Raiffeisenhaus in Flammersfeld beginnt.
Gegen 10:00 Uhr trifft die illustre Reisegesellschaft am Kardinal-Höffner-Platz in Horhausen ein, wo sie musikalisch vom MGV Horhausen begrüßt wird. Nach einer Rast geht es über die Gierenderhöhe nach Rengsdorf, wo gegen 13:00 Uhr der nächste Halt eingelegt wird. Am Gebäude der Verbandsgemeindeverwaltung werden nach einer stärkenden Kartoffelsuppe weitere Fahrgäste zusteigen, um sich gegen 13:30 Uhr auf die letzte Etappe zu machen. Die führt über Oberbieber zum Ziel, dem Raiffeisenring in Neuwied-Heddesdorf. Die dortige Ringmarkt-Händlergemeinschaft hat aus Anlass ihres 50jährigen Bestehens ein buntes Programm mit Bauernmarkt, langer gemeinsamer Tafel und Theaterstück auf die Beine gestellt. Im Ringmarkt übergibt Landrat Hallerbach „Raiffeisen“ dann die Begrüßungsurkunde zum Bürgermeister.
Ab Rengsdorf wird ein zweiter Planwagen eingesetzt. Der ist reserviert für die Gewinner einer Verlosung, über die die Veranstalter in Kürze Näheres bekanntgeben werden.
Der Rückgriff auf Raiffeisens historische Fahrt hat eine weitere, in die Zukunft weisende Komponente. Denn das machten die Vertreter der Veranstalter aus den Kreisen Altenkirchen und Neuwied sowie aus den Verbandgemeinden Flammersfeld und Rengsdorf-Waldbreitbach und der Stadt Neuwied klar: Diese Fahrt soll auch ein Zeichen setzen für gemeinschaftliche Zusammenarbeit und künftige Projekte über Stadt-, Verbandsgemeinde- und Kreisgrenzen hinaus. „Wir wollen die Einheit der Raiffeisenregion nach außen dokumentieren“, sagen sie. „Wir verzeichnen einen neuen Schwung, aus dem bereits Kooperationen entstanden sind, wie das Projekt ,Vom Korn zum Brot‘. Diesen Schwung wollen wir mit in die nächsten Jahre nehmen“. Das Raiffeisenjahr endet zwar am 31. Dezember 2018, doch das Vermächtnis des Genossenschaftsgründers will die Region stärker hinaus in die Welt tragen – und zwar gemeinschaftlich.
















