KREIS ALTENKIRCHEN – Neustart für das Netzwerk Demenz

KREIS ALTENKIRCHEN – Neustart für das Netzwerk Demenz

Als die Kreisverwaltung vor etwas mehr als zehn Jahren eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Demenz“ ankündigte, da erinnerten die Organisatoren aus dem Netzwerk Demenz gemeinsam mit dem damaligen Landrat Michael Lieber daran, dass kreisweit etwa 2000 Fälle bekannt seien. Im Jahr 2025, so die Prognose, werde die Zahl auf rund 3.000 steigen. Und exakt das ist eingetreten. Ob im Familien- oder Bekanntenkreis – die heimtückische Krankheit hat sich unaufhaltsam ihren Weg sowohl in den privaten als auch öffentlichen Fokus gebahnt. In einer älter werdenden Gesellschaft nimmt nun einmal das Risiko, an Demenz zu erkranken, erheblich zu. Aber auch Jüngere sind immer häufiger betroffen.

Seit rund 30 Jahren konnten sich im Landkreis Altenkirchen Erkrankte, Angehörige und Ratsuchende auf die Begleitung und Hilfe durch das Netzwerk Demenz verlassen. Fast 40 Institutionen waren hier zusammengeschlossen. Das Problem: Die Pandemie hat diese wichtige Arbeit nahezu zum Erliegen gebracht. Doch es gibt gute Nachrichten: Mit Unterstützung des Landesamts für Soziales, Jugend und Versorgung konnte das Netzwerk erfolgreich „wiederbelebt“ werden; dieser Tage traf sich die Steuerungsgruppe im Kreishaus in Altenkirchen.

Erneut ist es eine sehr breite Basis, die hier aktiv wird. Engagierte Akteurinnen und Akteure aus Pflege, Beratung, Medizin und Verwaltung, von den Krankenhäusern über das Gesundheitsamt bis hin zu den freien Trägern.  Sie alle eint das Ziel, Angebote zu vernetzen, Informationen zu bündeln und die Versorgung im Landkreis Altenkirchen weiter zu verbessern. Eine zentrale Schnittstelle ist für den Landkreis auch deshalb so wichtig, da es nach wie vor nur wenige Selbsthilfegruppe in der Region gibt.

Erstes (sichtbares) Zeichen für die wiederaufgenommene Arbeit soll eine neue Broschüre sein, berichtete Anja Weber, bei der Kreisverwaltung u.a. für de Pflegestrukturplanung zuständig. Außerdem wird das Netzwerk den „Tag der seelischen Gesunheit“ im Oktober ausrichten. Die regelmäßigen Treffen der Steuerungsgruppe finden künftig nicht hinter verschlossenen Türen statt, versteht sich das Netzwerk doch als offene Plattform und lädt weitere Interessierte zur Mitwirkung ein.

Foto: Mit der Steuergruppe des Netzwerks Demenz kamen jetzt in Altenkirchen zusammen, um den Neustart zu verkünden. Foto: Kreisverwaltung / Thorsten Stahl

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