KOBLENZ – Hochschule Koblenz zum vierten Mal erfolgreich beim Professorinnenprogramm
KOBLENZ – Hochschule Koblenz zum vierten Mal erfolgreich beim Professorinnenprogramm
Die Hochschule Koblenz ist erneut erfolgreich im Professorinnenprogramm von Bund und Ländern: In der aktuellen Programmrunde konnte die Hochschule das unabhängige Begutachtungsgremium mit ihrem Gleichstellungskonzept überzeugen. Damit erhält sie die Möglichkeit, in den kommenden 1,5 Jahren Anschubfinanzierungen für die Erstberufung von bis zu drei Wissenschaftlerinnen auf unbefristete Professuren zu beantragen.
Für jede dieser Professuren können Fördermittel vom Bund und dem Land Rheinland-Pfalz in Höhe von bis zu 825.000 Euro eingeworben werden. Ein Teil dieser Mittel fließt in die Umsetzung zusätzlicher Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung an der Hochschule. Ziel ist es insbesondere, den Frauenanteil bei Bewerbungen auf ausgeschriebene Professuren zu erhöhen. Dazu setzt die Hochschule künftig verstärkt auf proaktives Recruiting sowie auf die Weiterentwicklung eines geschlechtersensiblen Berufungsmanagements.
Ein wichtiger Baustein ist zudem ein neuer Qualifizierungs- und Karriereweg für Wissenschaftlerinnen auf dem Weg zur Professur an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW): die Tandem-Professur. „Insbesondere im MINT-Bereich ist es schwierig, geeignete weibliche wissenschaftliche Nachwuchskräfte zu gewinnen. Deshalb werden wir zwei MINT-Tandem-Professuren für Frauen in Kooperation mit regionalen Praxispartnern umsetzen“, erklärt Prof. Dr. Karl Stoffel, Präsident der Hochschule Koblenz. „So können Nachwuchswissenschaftlerinnen gleichzeitig Berufspraxis und Lehrerfahrung sammeln – beides Voraussetzungen für eine HAW-Professur. Als eine der ersten Hochschulen in Rheinland-Pfalz haben wir im Rahmen des Projekts ProKOhoch2 gute Erfahrungen mit der Tandem-Professur gesammelt. Dieses innovative Instrument möchten wir nun insbesondere für Frauen anbieten“, so der Präsident.
Darüber hinaus möchte die Hochschule Koblenz Frauen stärker in der Lehre sichtbar machen und gezielt fördern. So sollen in den kommenden Jahren verstärkt Lehraufträge an promovierte Wissenschaftlerinnen vergeben werden. Auf diese Weise soll der Kontakt zur Hochschule gestärkt und das Interesse am Karriereweg zur HAW-Professorin frühzeitig geweckt werden.
„Zudem werden wir ein Gleichstellungscontrolling aufbauen, das relevante Parameter auf zentraler und dezentraler Ebene erfasst und systematisch analysiert,“ betont Anne Quander, die zentrale Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule Koblenz. „Ich freue mich darauf, gemeinsam mit allen Akteuren den Wandel an unserer Hochschule hin zu einer gleichstellungsfördernden und geschlechtergerechten Hochschulkultur voranzubringen“.
















