Frau Holle kommt nach Horhausen
Die Geschichte der ungleichen Schwestern bereitet auch kleineren Kindern viel Vergnügen. Schließlich enthält sie alle Elemente, die ein gutes Märchen ausmachen: Gut und Böse, eine schwer lösbare Aufgabe, die Belohnung und die Strafe. Und eine Moral gibt es auch: Sei hilfreich mit fröhlichem Herzen und ohne Hintergedanken an eine Belohnung! Das Hohenloher Figurentheater gastiert am Sonntag, 18. Dezember, ab 15.00 Uhr, im Kaplan-Dasbach-Haus in Horhausen mit „Frau Holle“, aufgeführt mit Stab- und Handpuppen.
Zwei Mädchen, beide heißen Marie, leben bei einer Witwe. Die eine ist die Stieftochter und muss alle Arbeit im Haushalt tun. Die andere ist die leibliche Tochter und wird verwöhnt. Als eines Tages der fleißigen Marie die Spindel in einen Brunnen fällt, zwingt die Stiefmutter sie, hinterher zu springen und sie wieder zu holen. Marie, in ihrer Not und aus Angst vor Bestrafung folgt dem Befehl und findet sich unversehens auf einer Blumenwiese wieder. Offenbar ist es ein Zauberland; sprechende Brote und ein sprechender Apfelbaum brauchen ihre Hilfe, und in einem Haus wohnt Frau Holle. Die nimmt sie auf und überträgt ihr die Arbeit im Hause. Besonders muss sie sich um das Ausschütteln der Betten kümmern, denn nur wenn dies regelmäßig geschieht, schneit es auf der Erde. Marie hilft der Alten. Nach einem Jahr ist ihre Zeit bei Frau Holle um. Sie verlässt sie durch ein Tor und wird mit Gold überschüttet. Zuhause angekommen will die Stiefmutter nun auch die faule Marie mit dem Goldregen bedacht wissen.
Alle großen und kleinen Kinder ab vier Jahren sind zu diesem Sonntagsvergnügen herzlich von den Veranstaltern, der Kreisverwaltung Altenkirchen, Jugendarbeit und Jugendschutz, und der Ortsgemeinde Horhausen herzlich eingeladen. Dank einer Aufführungsförderung durch den Landesverband professioneller freier Theater Rheinland-Pfalz e.V. beträgt der Eintritt lediglich 3 Euro.