Flursäuberung in Fluterschen
FLUTERSCHEN – Flursäuberung in Fluterschen – Vieles lag am Straßenrand – von Explosiv bis Stille Nacht – Am Wochenende hatte der Ortsgemeinderat von Fluterschen die Bürger/innen um Mithilfe bei der Flursäuberung gebeten. Insgesamt 17 Erwachsene und eine stattliche Anzahl von Kindern trafen sich um 09:30 Uhr auf dem Festplatz. Diese wurden zunächst mit, von Klaus Dege gesponserten, Sicherheitswesten ausgestattet. Mit drei Traktorgespannen machte man sich auf den Weg, um dem Wohlstandsmüll zu Leibe zu rücken. Auch sieben Naturkundepass-Kinder waren mit von der Partie. Diese teilten sich gemeinsam mit den Erwachsenen auf die Traktorgespanne auf. So wurden drei
Gruppen gebildet. Gruppe eins mit Lina, Feli und Emily säuberten die Strecke ortsauswärts Richtung Neitzert. Dort fanden sie eine Flasche Autowaschmittel, einen Tankdeckel, ein Kupferkabel und eine blaue Unterhose. Ein ganzes Stück weiter haben die drei Mädchen diverse Zigarettenschachteln und insgesamt 20 leere Jägermeisterflaschen, alle auf einem Fleck, aufgeladen. Wenn das nicht nach Party aussah! Gruppe zwei mit Leni, Leonhard, Dustin und Niklas durchforstete das Waldstück entlang der Koblenzer Straße Richtung Stürzelbach und wieder zurück. Gleich zu Beginn arbeiteten die drei Jungs der Gruppe eine Radkappe aus dem Dickicht. Ein wenig später eine zweite. Auch hier lasen die Kinder zahlreiche Zigarettenschachteln auf, aber auch Fastfood-Papierbecher und –tüten sowie drei alte Bananenschalen in gleichen Abständen von 100 Schritten, wie Leni und Solveig feststellten. Wie schnell muss man im Auto eine Banane essen, wenn das Auto 70 km/h fährt, damit die Schalen, wenn man sie nach dem Essen der Banane aus dem fahrenden Auto wirft, in Abständen von circa 70 Metern am Straßenrand liegen? Wer diese Aufgabe löst, kann sich unter n-pass@t-online.de mit dem Ergebnis melden. Die Krönung der Suche von Gruppe zwei waren aber eine gigantische Gasflasche, die aus Sicherheitsgründen und weil sie wahrscheinlich sehr schwer war, nicht mitgenommen wurde. Eine CD mit dem Titel „Stille Nacht, Heilige Nacht“ wurde ebenso gefunden. Gruppe drei sammelte den Unrat an der Koblenzer Straße in Richtung Almersbach und dann entlang der Kreisstraße bis Oberwambach. Weiter ging es durch den Wald nach Fluterschen zur „Schönen Aussicht“ und wieder in den Ort hinein. Wieder am Festplatz angekommen wurde der Müll in den bereitgestellten Container entsorgt.
Ortsbürgermeister Ralf Lichtenthäler dankte den Helfern im Namen der Ortsgemeinde für die Mithilfe bei den Aufräumarbeiten und lud alle „Müllfrauen und –männer“ zum gemeinsamen Mittagessen in den Landgasthof Koch ein. Besonders gefreut haben sich die Kinder über ein Geschenk des Abfallwirtschaftsbetriebs, das von Melanie Henn als kleines Dankeschön für die Mithilfe vor Beginn der Säuberung ausgehändigt wurde. Aber auch die Erwachsenen kamen nicht zu kurz. Für gekühlte Getränke hatte Jagdpächter Bernd Jagenberg gesorgt.