Feuerwehr Katzwinkel rettet Kuh aus „stinkender“ Lage

KATZWINKEL – Tierischer Einsatz in Katzwinkel – Acht Zentner schweres Rind bleibt unverletzt und erholt sich schnell – Die Feuerwehr Katzwinkel hat am Donnerstag, 24. November, in einer komplizierten Rettungsaktion eine Kuh aus einer Güllegrube gerettet. Die Wehrleute befreiten die Kuh lebend und ohne Verletzungen aus ihrem Gefängnis. – Donnerstagmorgen rief die Leitstelle Montabaur gegen 07:30 Uhr die Feuerwehr Katzwinkel zu einer Tierrettung auf einen Bauernhof im Ortsteil Scheuern. Dort war in der Nacht eine Kuh aus zunächst ungeklärten Gründen in eine unterirdische Güllegrube gestürzt. Glücklicherweise stand die Gülle nur etwa 90 Zentimeter hoch in der Grube. Der normale Güllestand hätte für die Kuh ein grausames Ertrinken bedeutet. Auch den Sturz aus zwei Metern Höhe hatte das Tier ohne ernstere Verletzungen überstanden.
Dass die Kuh fehlte, hatte der Landwirt beim morgendlichen Füttern bemerkt. Ein Blick in die Grube zeigte schnell, was passiert war. Er fand darin das verwirrte Tier. Es war scheinbar auf dem betonierten Spaltenboden eingebrochen.
Das Bergen des verunglückten Tieres stellte die Feuerwehrleute und den helfenden Landwirt vor ein Problem: Es galt, das 400 Kilo schwere Tier unverletzt aus der Güllegrube zu hieven. Einen Kran konnte man wegen der bestehenden Überdachung nicht einsetzen. Somit entschied man sich eine Rampe aus Paletten und Heuballen zu bauen um das Tier dort hochzubekommen.
Zuvor mussten allerdings mehrere Betonspalten mit schwerem Gerät über der Grube weggeräumt werden um überhaupt an die Kuh zu gelangen. Im Anschluss stiegen zwei Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten und speziellen Gummihosen in die „duftende“ Güllegrube, um das verstörte Tier mit Gurten und Seilen zu fixieren. Nach zwei Versuchen gelang das Unternehmen. Nachdem sich das Rind beruhigt hatte, zogen es die Helfer mit vereinten Kräften und mit Hilfe eines Traktors aus der Grube auf den Wirtschaftsweg wo es nach kurzem Verschnaufen von selber aufstand. Anschließend halfen Feuerwehrleute das Rind mit Wasser abzuwaschen.
Die Kuh konnte der Landwirt schließlich total erschöpft, aber ohne Verletzungen, auf einem Strohlager ablegen. Während die Feuerwehrleute ihre verdreckte Ausrüstung reinigten, betrachtete die Kuh schon wieder interessiert die Szenerie. Auch die Eigentümer des Tieres waren über den glücklichen Ausgang der Rettungsaktion erleichtert. Im Einsatz war der Löschzug 3 Katzwinkel der Verbandsgemeindefeuerwehr Wissen mit 14 Personen sowie der Rüstwagen des Löschzugs 1 Wissen mit 3 Personen. Fotos: FFW Katzwinkel
















