Familientag zum 125jährigen Jubiläum in Bad Hönningen

Bad Hönningen 4548BAD HÖNNINGEN – Familientag zum 125jährigen Jubiläum bei Solvay in Bad Hönningen – Zu einer der ersten Aufgaben im zukünftigen Amt gratulierte der Nachfolger von Staatssekretärin Heike Raab, Randolf Stich der Werksleitung von Solvay in Bad Hönningen zum 125jährigen Firmenjubiläum. Zusammen mit Landrat Rainer Kaul überbrachte der zukünftige Staatssekretär die Glückwünsche der Landesregierung. Es ist eine Menge passiert in den 125 Jahren und es gab viele Probleme zu bewältigen. Dank eines hochprofessionellen Qualitätsstandart was Sicherheit und Arbeitsbedingungen einschließt, kann der Global Player Solvay der weltweit arbeitet und in Bad Hönningen mit 234 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber ist, auf dem internationalen Markt auch in der Zukunft bestehen. Das stellte in seiner Eröffnungsrede Neuwieds Landrat Rainer Kaul heraus.

Seit 1890 gibt es in der Kurstadt am Rhein ein Chemiewerk. Gründer war der, aus Neuwied stammende Chemiker Walther Feld. 1928 erwarb die Kali-Chemie AG das Werk und baute es weiter aus. 1954 wurde das belgische Unternehmen Solvay Hauptaktionär der Kali-Chemie AG. Seit 1991 gehört das Werk zu 100 Prozent zur weltweiten Solvay-Gruppe. Im Hönninger Werk werden Barium- und Strontiumcarbonat hergestellt. Das dafür benötigte Kohlendioxid gewinnt Solvay aus fünf Thermalquellen in Bad Hönningen und Bad Breisig. Direkt an der Quelle werden Wasser und Gas getrennt. Das Thermalwasser stellt Solvay den beiden Kurstädten Bad Hönningen und Bad Breisig zur Verfügung. Barium- und Strontiumcarbonat werden unter anderem für Bildschirmglas von LCD-Geräten verwendet. Man findet es bei Solarmodulen, als Härter bei Optischem Glas und als Magnete in Motoren von Autos und Flugzeugen.

Samstag war Familientag und die Kinder konnten mal den Arbeitsplatz von Eltern oder Großeltern besichtigen. Auch eine gute Gelegenheit mal wieder alte Bekannte und Kollegen zu treffen. Auch Hönningens Bürgermeister Guido Job hat familiäre Beziehungen zum Werk. Während sein Vater bis zum Ende seiner Erwerbsbiografie bei Solvay beschäftigt war, hat er als Student im Werk etwas dazuverdienen können. Praktikanten sind auch heute noch gefragt. Aus der benachbarten Römerwallschule, mit der eine Partnerschaft besteht, kommen regelmäßig junge Menschen, die nicht selten dann später hier eine Ausbildung machen. 13 junge Leute werden momentan als

Chemikanten sowie im Metall- und Elektrohandwerk ausgebildet. Zu Gast waren zu den Jubiläumsfestlichkeiten auch 30 Solvay Mitarbeiter aus dem spanischen Escusar angereist. Von dort bezieht das Werk Hönningen das Natriumcarbonat. Während die kleinen Gäste darüber staunen, dass auch in Waschpulver, Zahnpasta und Brot, Produkte von Solvay stecken, gönnten sich Eltern und Großeltern ein Bier und genossen das kulinarische Angebot. Am Nachmittag machten sich Landrat, Bürgermeister und Staatssekretär auf den Heimweg und Azubi Sebastian freute sich auf Sonntag, da ist Tag der offenen Tür bei Solvay. Dann kann der 18jährige Chemikant seinen Freunden mal den Betrieb zeigen, in dem er seine Ausbildung macht.

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