„Die Zahl der Wohnungseinbrüche mit Höchststand seit 16 Jahren“
REGION – „Wir sagen Einbrechern den Kampf an!“ – Erwin Rüddel zu Maßnahmen besserer Strafverfolgung und Prävention – „Die Zahl der Wohnungseinbrüche, wie sie sich auch immer wieder im Landkreis Altenkirchen ereignen, ist in Deutschland auf den höchsten Wert seit 16 Jahren gestiegen. Darum will die Union die zunehmende Anzahl von Wohnungseinbrüchen mit konkreten Maßnahmen wirksam bekämpfen“, teilt der CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel mit.
Zentraler Punkt, so der Abgeordnete, sei die Ausstattung der Polizei. Sie müsse besser als bisher in die Lage versetzt werden, die Menschen und ihr Eigentum zu schützen. Der Bund erhöht deshalb in diesem Jahr die Anzahl der Bundespolizisten um über 200. Mehr Polizistinnen und Polizisten, daran dürften sich die Länder ein Beispiel nehmen.
„Wohnungseinbrüche sind ein schweres Delikt. Sie sind Gift für das Sicherheitsgefühl der Bürger. Jeder Einbruch ist auch ein Einbruch in die Intimsphäre der Menschen. Neben dem materiellen Schaden sind viele Menschen psychisch belastet, manche sogar auf Jahre traumatisiert“, so Rüddel. Deshalb sollten im Strafrecht Wohnungseinbrüche härter bestraft werden. So sollte künftig ein bandenmäßig begangener Einbruch nicht mehr als minderschwerer Fall geahndet werden. Hier sollte generell die Mindeststraße von sechs Monaten gelten. „Zudem wollen wir die Befugnisse der Polizei verbessern und eine Telefonüberwachung auch beim Wohnungseinbruchdiebstahl zulassen. Dieses Mittel kann helfen, die immer professionelleren internationalen Einbrecherbanden zu fassen“, erklärt der christdemokratische Parlamentarier.
Je mehr der Einbruchdiebstahl Teil der organisierten Kriminalität werde, umso wichtiger seien Verschärfungen im Strafprozessrecht. Nur so ließen sich Täter und Hintermänner dingfest machen. Wer Einbruchdiebstähle wirksam bekämpfen wolle, müsse der Polizei auch die entsprechenden Instrumente geben. Ganz entscheidend sei da auch die Prävention. „Deshalb wird die Union prüfen, wie sich die steuerliche Absetzbarkeit von Sicherungsmaßnahmen an Gebäuden verbessern lässt. Außerdem wollen wir die bereits existierenden Möglichkeiten für die Förderung des Einbaus sicherer Türen und Fenster durch die KfW erweitern. Auf diese Weise können Bürgerinnen und Bürger selbst einen staatlich geförderten Beitrag zur Verhinderung von Einbrüchen leisten. Für diese Maßnahme spricht auch, dass über 40 Prozent der Wohnungseinbrüche nicht über das Versuchsstadium hinausgehen“, bekräftigt Erwin Rüddel.