BURGLAHR – Rettungsübung im Besucherbergwerk durchgeführt

BURGLAHR – Rettungsübung im Besucherbergwerk durchgeführt Der Alvenslebenstollen in Burglahr wird von der Verbandsgemeinde Flammersfeld gemeinsam mit dem Förderverein Bergbau- und Hüttentradition seit fast 20 Jahren erfolgreich als Besucherbergwerk betrieben. Bis zu 1.500 Besucher jährlich erhalten hier Einblicke in die Bergbaugeschichte, rund um die Eisenerzförderung. Der Hauptbetriebsplan des Stollens, der wiederkehrend fortzuschreiben ist, sieht die regelmäßige Abhaltung von Rettungsübungen durch die Feuerwehr und die Rettungsdienste vor.

So fand am Samstagnachmittag, 12. Oktober, auf Einladung des Ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde Flammersfeld, Rolf Schmidt-Markoski, eine Einsatzübung des Löschzuges Oberlahr, gemeinsam mit dem DRK Ortsverein Horhausen im Stollen statt. Schmidt-Markoski begrüßte zahlreiche Besucher aus der Kommunalpolitik, darunter Landrat Dr. Peter Enders, den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenkirchen Fred Jüngerich, sowie die Mitglieder des Bergbauförderverein und Vertreter des Landesamtes für Geologie und Bergbau. Moderiert von Verbandsgemeindewehrleiter Stefan Krämer, zeigten die Einsatzkräfte ihr Können und demonstrierten die gewohnt reibungslose Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen untereinander.

Das Übungsszenario, das Wehrführer André Wollny vom Löschzug Oberlahr ausgearbeitet hatte, ging von einem Kurzschluss und damit verbundenen Stromausfall während einer Besucherführung aus. Die zehnköpfige Gruppe geriet bei ihrem Rückweg im Dunkeln in Panik. Mehrere Besucher, darunter Kinder stolperten über die Ablauflöcher im Boden und zogen sich beim Sturz Kopfplatzwunden und Knochenbrüche zu. Ein Erwachsener klagte über starke Brustschmerzen und konnte den Rückweg nicht mehr allein bewältigen. Einem Besucher gelang es ins Freie zu kommen und einen Notruf abzusetzen.

Die Feuerwehr ging zunächst unter Atemschutz zur Lageerkundung vor, da bei der Alarmmeldung von einem Kabelbrand mit Rauchentwicklung die Rede war. Dies bestätigte sich jedoch nicht. Der Brandschutz wurde sichergestellt und die Einsatzstelle ausgeleuchtet. Gleichzeitig machten sich Trupps von DRK und Feuerwehr gemeinsam zur Versorgung und Rettung der vermissten Besucher in den Stollen auf. Auch hier musste der Stollen umfassend ausgeleuchtet werden. Nach einer Sichtung und Erstbehandlung der Verletzten durch die Kräfte des DRK, rettete die Feuerwehr zwei nicht gehfähige Patienten über Schleifkorbtragen ins Freie. Die anderen Betroffenen wurden in der Gruppe ins Freie geführt. Das DRK richtete im nahegelegenen Dorfgemeinschaftshaus eine Sammelstelle für die Verletzten ein. Die Führung des DRK übernahm der Organisatorische Leiter Bernd Schmidt.

Im Nachgang zur Übung dankte Schmidt-Markoski allen ehrenamtlichen Hilfskräften für ihre immerwährende Bereitschaft, in Not geratenen Mitmenschen zur Hilfe zu eilen. Gemeinsam mit VG-Wehrleiter verpflichtete er insgesamt fünf neue Feuerwehrkameraden/innen für den aktiven Feuerwehrdienst. Das waren für den Löschzug Oberlahr Luisa Klütsch, Joel Kraus und Dominic Kemp sowie für den Löschzug Pleckhausen Lea Klahr und Jana Weigelt. (anwo) Fotos: FFW Oberlahr

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