Bilanzpressekonferenz 2019 der Westerwald Bank
HACHENBURG – Bilanzpressekonferenz 2019 der Westerwald Bank: Bilanzsumme über 3 Mrd. Euro – Bank erhält viele Auszeichnungen, besonders erfolgreich in der Beratungsqualität – In der Bilanzpressekonferenz berichtete der Vorstand über das abgelaufene Geschäftsjahr. Die Bilanzsumme wuchs um 4,6 Prozent auf 3.015 Mio. Euro. Das Kreditgeschäft konnte insgesamt um 2,4 Prozent auf 1.915 Mio. Euro ausgebaut werden. Das gesamte in 2018 generierte Zusagevolumen lag mit 438,8 Mio. Euro deutlich über dem des Vorjahres. Dabei wurde insgesamt ein Kreditvolumen von 173,1 Mio. Euro an Privatkunden sowie 265,7 Mio. Euro im Firmenkundensegment zur Verfügung gestellt.
Die Einlagen von Kunden stiegen um 5,3 Prozent auf 2.502 Mio. Euro, wobei das Wachstum fast ausschließlich im Bereich täglich fälliger Sichteinlagen erfolgte. Wie Vorstandssprecher Wilhelm Höser ausführte, sei das Einlagenwachstum ungefähr in gleichen Teilen auf Privatkunden und gewerbliche Kunden entfallen.
Das Gesamtvolumen, das durch die Bank insgesamt auch unter Einbindung der Partner aus der Genossenschaftlichen FinanzGruppe betreut wird, hat sich erfreulich um 3,5 Prozent auf 6,07 Mrd. Euro ausgebaut. Dabei wurden 3,76 Mrd. Euro an Kundeneinlagen und Depots betreut. Das Aktivgeschäft konnte um 2,9 Prozent auf 2,31 Mrd. Euro entwickelt werden. Hierbei werden die Kredite, die an die Bausparkasse Schwäbisch Hall, an VR Smart Finanz, R+V Versicherung, DZ Hyp oder TeamBank vermittelt worden sind, mit den Krediten aus eigenen Mitteln der Bank zusammengefasst.
Im Dienstleistungsgeschäft konnte insbesondere die Vermittlung der Fonds der Union Investment von 93,6 Mio. Euro auf 99,8 Mio. Euro ausgedehnt werden. Auch entwickelte sich das Bauspargeschäft positiv und konnte von 77,1 Mio. Euro auf 88,4 Mio. Euro gesteigert werden. Leicht rückläufig zeigen sich die Zahlen bei der Vermittlung von Sach- und Lebensversicherungen. Trotz höherer Stückzahl im Sachgeschäft (8.145, Vorjahr 7.667 Stück) betrug das Jahresprämienvolumen 2018 1,57 Mio. Euro nach 1,63 Mio. Euro. Bei den Lebensversicherungen konnten insgesamt 29 Mio. Euro vermittelt werden nach 31,8 Mio. Euro im Vorjahr.
Der durch das Niedrigzinsniveau weiterhin rückläufige Zinsüberschuss von 49,8 Mio. Euro nach 53,3 Mio. Euro im Vorjahr konnte durch einen ausgeweiteten Provisionsüberschuss 20,1 Mio. Euro nach 19,3 Mio. Euro sowie deutlich verringerten Personalaufwendungen von 27,9 Mio. Euro nach 30,4 Mio. Euro ausgeglichen werden.
Das Betriebsergebnis vor Bewertung lag mit 23,9 Mio. Euro ungefähr auf dem Niveau von 2017 und sichert einen Bilanzgewinn von 6,6 Mio. Euro nach 6,9 Mio. Euro im Vorjahr. Der Steueraufwand erhöhte sich auf 8,5 Mio. Euro.
Wie Vorstandsmitglied Dr. Ralf Kölbach zur Weiterentwicklung des Geschäftsstellennetzes ausführte, ist man hoch zufrieden mit der neuen Geschäftsstelle in Bad Marienberg, die als Zukunftsfiliale 2016 gemeinsam für den Volks- und Raiffeisenverbund entwickelt wurde. Ein gleiches Modell habe man nun auch beim Neubau in Dierdorf realisiert. „Die Entwicklung einer Stelle durch Mitarbeiter und Kunden ist unser neuer Standard“, so Dr. Kölbach, „den wir auch bei der Planung unserer neuen Geschäftsstelle in Höhr-Grenzhausen vorsehen werden.“ Diese wird im geplanten neuen Einkaufszentrum in Höhr-Grenzhausen den alten Standort in der Stadt ersetzen. Vorstandsmitglied Andreas Tillmanns stellte das neue Kommunikationskonzept der Geschäftsstelle Siershahn vor, welches erstmalig in einer reinen SB-Stelle einen ergänzenden Videoservice vorsieht.
Neben den Investitionen in das Geschäftsstellennetz werden parallel aber auch – einhergehend mit rückläufigen Kundenfrequenzen – die Geschäftsstellen in Kirchen und Herschbach in Selbstbedienungsstandorte umgewandelt sowie in den Geschäftsstellen in Dattenfeld, Flammersfeld und Weyerbusch die Öffnungszeiten angepasst.
Zum regionalen Engagement der Bank lieferte Vorstandsmitglied Markus Kurtseifer eine Reihe von Zahlen. So hat die Bank über Steuern, Investitionen, Lohn- und Gehaltszahlungen sowie Dividenden 2018 einen Gesamtbetrag von über 35,3 Mio. Euro in die Region gegeben. Über Crowdfunding, eine durch die Bank entwickelte Spendenplattform, konnten in 2018 fast 90.000 Euro neue Spenden eingesammelt werden. Bis heute wurden über Crowdfunding Spenden im Gegenwert von 212,6 T€ eingeworben mit insgesamt 9.290 Spendern für 45 Projekte. Eine, wie Kurtseifer ausführte, bemerkenswerte Zahl, die beispielhaft ist. Daneben hat die Bank zusätzlich über 444 T€ an Vereine und Institutionen zur Förderung von Sozialem, Bildung und Kunst in der Region gespendet.
Eine besondere Hilfe zur Selbsthilfe konnte die Bank nach Gründung ihrer Stiftung erstmalig in 2018 auch einzelnen Personen zukommen lassen. Der wesentliche Zweck der Stiftung, Unterstützung von unverschuldet in Not geratenen Mitgliedern und Kunden aus der Region als Hilfe zur Selbsthilfe zur Verfügung zu stellen, wurde im ersten Jahr der Stiftung mit drei Unterstützungsmaßnahmen erreicht.
Dass die Bank weiterhin in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter hohe Beträge investiert, machte Dr. Ralf Kölbach deutlich. Die Aufwendungen für Aus- und Weiterbildung stiegen um 10,6 % auf 1,04 Mio. Euro bei 2.449 Seminartagen. „Die Vielzahl an Auszeichnungen, die die Bank erhalten hat, bestätigt die hohe Qualität unserer Ausbildung“, so Kölbach. Zwei Auszeichnungen als „Beste Bank“ vom FAZ-Institut sowie der Fair-Play-Award von Focus Money, den die Bank für 2019 erhalten hat, bestätigt die sehr gute Qualität der Beratung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Daneben“, so Höser, „haben wir auch für 2019 wieder die Auszeichnung als TOP-Arbeitgeber erhalten. Dieser Auszeichnung liegt eine Mitarbeiterbefragung zugrunde, die durch die Universität St. Gallen Ende 2018 durchgeführt wurde. Diese Auszeichnung, die wir zum zweiten Mal erhalten haben, bestätigt unsere nachhaltige Personalarbeit.“
Foto: Hatten gute Nachrichten in der Bilanz-Pressekonferenz der Westerwald Bank: (v.l.) Vorstandssprecher Wilhelm Höser und seine Vorstandskollegen Dr. Ralf Kölbach, Andreas Tillmanns und Markus Kurtseifer.