Besondere Katzenrasse ergänzt Gehege mit Hunden

gfh_028BIRKEN-HONIGSESSEN – Katzen halten Einzug in der Trumler-Station – Besondere Rasse ergänzt Gehege mit Hunden – „Hier bin ich Hund hier darf ich’s sein“ ist der Leitspruch, der auf dem Wirtschaftshäuschen der biologischen Forschungsstation in Birken-Honigsessen prangt. Doch dieser Spruch ist schon lange nicht mehr ganz korrekt. Neben australischen Berg- und Steppendingos, Türkisch-Iranischen Straßenhunden, Schrabackenschakalen und Marderhunden dürfen schon seit längerer Zeit vier Esel hier sein, was sie sind, und jetzt bekam der erlesene Kreis noch etwas Erweiterung.

Auf der Trumler-Station haben nämlich zwei Katzen-Damen Quartier bezogen. Rose und Mrs. Marple heißen die beiden und sind Bengalkatzen. Zurzeit befinden sie sich noch in der Eingewöhnungsphase. „Wir freuen uns sehr über die beiden neuen Tiere“, sagt Stationsleiterin Erika Trumler. „Wir haben sie als Spende erhalten. Normalerweise müssen für Katzen dieser Rasse vierstellige Beträge bei den Züchtern bezahlt werden. Sie passen gut in die Station und sind äußerst interessante Beobachtungsobjekte in der Verhaltungsforschung.“

gfh__016Bengalkatzen, die oft auch kurz Bengalen genannt werden, sind anerkannte Rassekatzen und noch sehr ursprünglich in ihrem Verhaltensrepertoire. Sie sind aus der Kreuzung von Wildkatzen und Hauskatzen entstanden. 1963 verpaarte die Genetikerin Jean Sudgen in den USA eine weibliche asiatische Leopardkatze mit einem schwarzen Hauskater. Sie wollte die getupfte Fellzeichnung und den geschmeidigen Körperbau der Wildkatze mit den Charaktereigenschaften der Hauskatze verbinden. Weitere Züchtungen erfolgten unter anderem von Willard Centerwall, dabei ging es auch um die Erforschung eines katzenspezifischen Virus (Feline Leukämievirus).

Die Tiere sind bis ins hohe Alter extrem verspielt und aktiv. Sie sind sehr neugierig und intelligent. Beispielsweise wurde beobachtet, dass sie bei entsprechendem Training wie Hunde in der Lage sind, Gegenstände zu apportieren. Die Katzen benötigen viel Beschäftigung, da sie sonst zu Verhaltensauffälligkeiten neigen können. Sie kommunizieren bevorzugt mit ihren Menschen, durch Schmusen, Schnurren Gurren und Miauen und sie folgen ihnen durch die Wohnung wie ein kleiner Hund.

Rose und Mrs. Marple haben eine Farbgebung wie eine Europäische Kurzhaarkatze, allerdings – und das ist das Besondere – ihr Fell ist nicht gestreift sondern getupft wie beim Leopard. Das Aussehen ist typisch für diese Rasse, die es in verschiedenen Farbschlägen gibt. Die Wildform, aus der die Rasse entstand, lebt in Süd- und Ostasien. In einem Teil ihres Verbreitungsgebietes ist die Leopardkatze durch Verlust ihres natürlichen Lebensraumes und Bejagung bedroht. Leopardkatzen sind etwa so groß wie eine Hauskatze, aber schlanker und haben längere Beine. Die Köpfe der Tiere sind mit zwei markanten dunklen Streifen gezeichnet. Auf Körper und Gliedmaßen haben sie schwarze Flecken unterschiedlicher Größen und Formen und zwei bis vier Reihen länglicher Flecken über dem Rücken.

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