Bahnhalt Marienthal: Bürgermeister werden mit Wirten reden

MARIENTHAL – An der Lösung wird gearbeitet – Bahnhalt Marienthal: Bürgermeister werden mit Wirten reden – „Wir arbeiten an einer praktikablen Lösung.“ Dieses Versprechen geben Hamms Bürgermeister Rainer Buttstedt und Ortsbürgermeister Gerd Rainer Birkenbeul den Marienthaler Gastronomen. Für Buttstedt zeichnet sich die Lösung aber eher in Obererbach als im Wald oberhalb des Kloster-Orts ab. Allein die Beleuchtung des Haltepunkts Marienthal nach offenbar nicht verhandelbaren Vorgaben des Eisenbahnbundesamts würde eine sechsstellige Summe kosten, während bei den Zählungen der Fahrgäste über Jahre hinweg höchstens acht pro Woche (!) zum Vorschein kamen. „Das ist kein Kosten-Nutzen-Verhältnis, das ich verantworten möchte“, so Rainer Buttstedt.

Ortsbürgermeister Birkenbeul beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit Passagierzahlen, Beleuchtungskosten und Bahnvorschriften. „Schon in den 90er Jahren, also den Boomzeiten Marienthals, sollte der Haltepunkt schon mangels Inanspruchnahme geschossen werden“, weiß er. Ein weiteres großes Problem sei die verkehrssichere Zuwegung.

Orts und Verbandsbürgermeister sehen, dass das ohnehin dünne Netz des Nahverkehrs im Kreis nicht noch weiter zerrissen werden sollte, vor allem aus Umwelt- und Tourismus-Gründen. Doch sei der Haltepunkt Obererbach durchaus als Ersatz geeignet, wenn man an Details noch arbeitet. Gleich am Anfang des neuen Jahres soll mit den Marienthaler Gastronomen über solche Details gesprochen werden. „Wenn dabei dann doch noch Lösungen für den Halt Marienthal gefunden werden, werden wir uns dem natürlich nicht verschließen“, so Rainer Buttstedt.

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