Apfelkuchenfest der Weyerbuscher Landfrauen

Apfelfest 8454RETTERSEN – Apfelkuchenfest der Weyerbuscher Landfrauen – Die Landfrauen Weyerbusch hatten eingeladen und viele kamen. – Zum Apfelkuchenfest im Bürgerhaus in Rettersen fanden sich über 50 Gäste ein. Viele Kuchen und Torten hatte man gebacken, natürlich alle mit Äpfeln, in den verschiedensten Variationen. Die Tische waren liebevoll mit Moos, Zweigen und Äpfeln dekoriert. So konnte man duftenden Kaffee und den leckeren Kuchen so richtig genießen. Zur Unterhaltung las Ute Salterberg ein Gedicht vom Apfelbaum vor. Zur Information hatte man Olaf Riesner–Seifert von der unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung Altenkirchen eingeladen. Das Äpfel sehr gesund sind ist allgemein bekannt, da sie viele Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe enthalten. Sie sind so vielfältig zu verwerten. Man kann Apfelmus, Most, Saft aus ihnen machen. Das Dörren der Äpfel im Backofen oder in einem alten Backes sei leider ein wenig in Vergessenheit geraten, wusste der Apfelspezialist zu berichten. Diese Methode Äpfel zuzubereiten müssten die Älteren an die Jugend weitergeben. Schon Martin Luther sagte „Wenn ich wüsste, das ich morgen sterbe, würde ich heut noch einen Apfelbaum pflanzen“. Apfelbäume verschönern die Landschaft, daher ist es auch wichtig 100 Jahre alte Bäume zu erhalten. Riesner-Seifert wies auf eine Obstbaumzählung aus dem Jahre 1913 hin. Da besaß jeder Haushalt in Weyerbusch 53,2 Obstbäume. Bei 43 Haushalten wurden 982 Apfelbäume, 308 Birnen, 928 Pflaumen und Zwetschken, 47 Süßkirschen, vier Pfirsich und 17 Walnussbäume gezählt. Das waren 2086 Obstbäume alleine in Weyerbusch. Daher sei es wichtig, das altes Wissen um Obst und Bäume an die Jüngeren weiterzugeben, denn die Obstbäume gehören zur Region, wie die Menschen. (rewa) Fotos: Markschies

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