ALTENKIRCHEN – Kreisverband Altenkirchen der Partei Die Linke zur Schließung der Schmerzambulanz in Altenkirchen
ALTENKIRCHEN – Kreisverband Altenkirchen der Partei Die Linke zur Schließung der Schmerzambulanz in Altenkirchen – Die Gesundheitsversorgung gehört in die öffentliche Hand – Die Schmerzambulanz-Schließung darf kein weiterer Rückzug aus der Fläche sein
Die kurzfristige Schließung der Schmerzambulanz in Altenkirchen sorgt im Kreis Altenkirchen für große Verunsicherung. Die Mitglieder des Kreistages haben dies zunächst aus der Presse
erfahren, dies wirft Fragen nach der Transparenz und der demokratischen Kontrolle im Gesundheitswesen auf.
„Für viele chronisch Schmerzkranke bedeutet diese Entscheidung längere Wege, zusätzliche Belastungen und eine ungewisse Perspektive. Gerade in einem Flächenkreis wie Altenkirchen ist eine wohnortnahe Versorgung keine Nebensache, sondern eine Frage der Lebensqualität und Sicherheit“, erklärt das Kreistagsmitglied Julien Fleckinger.
Die Linke im Kreis Altenkirchen sieht in der aktuellen Entwicklung ein weiteres Beispiel für die weiter zunehmende Ökonomisierung des Gesundheitswesens. Wenn betriebswirtschaftliche Kennzahlen über medizinische Notwendigkeiten gestellt werden, gerät die Versorgung der Menschen ins Hintertreffen. „Die Gesundheitsversorgung ist ein Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Sie darf nicht von Renditeerwartungen abhängen, sondern muss sich am Bedarf der Bevölkerung orientieren. Ein Krankenhaus ist kein Wirtschaftsunternehmen wie jedes andere – es trägt Verantwortung für Menschen“, so Fleckinger weiter.
Aus Sicht der Linken braucht es daher einen grundlegenden Kurswechsel auf Kreis- und Landesebene. Die Kommunen müssen bei einer möglichen Rekommunalisierung aktiv unterstützt werden. Nur wenn die Gesundheitsversorgung wieder als öffentliche Aufgabe begriffen wird, erhalten Kommunalpolitik und Bevölkerung echte Mitgestaltungsmöglichkeiten zurück.
„Die fatale Fehlentscheidung vor über 20 Jahren bezüglich der Trägerübernahme der Krankenhäuser an das DRK hat zu einer erheblichen Verschlechterung der Gesundheitsversorgung geführt, die Parteien bzw. Fraktionen, die dies beschlossen haben, stehen in der Verantwortung die Gesundheitsversorgung wieder sicherzustellen“, erklärt der Kreisvorsitzende Udo Quarz“.
Die Linke fordert daher:
Vollständige Transparenz über die Hintergründe und Entscheidungsprozesse zur Schließung der Schmerzambulanz
Ein klares Bekenntnis des Landes zur Sicherstellung einer wohnortnahen Versorgung im Kreis Altenkirchen, sowie eine langfristige Strategie zur Stärkung und Rekommunalisierung der Gesundheitsversorgung.
„Die Menschen im Kreis Altenkirchen haben ein Recht auf eine sichere, verlässliche und gut erreichbare medizinische Versorgung. Gesundheit ist keine Ware, sondern ein Grundrecht.
Dafür werden wir im Kreistag und im kommenden Landtag weiter Druck machen“, so Fleckinger abschließend.















