Horhauser Kirmes immer noch beliebt wie am ersten Tag
HORHAUSEN – Horhausener Kirmes lockt bei sonnigem Wetter viele Besucher –
Die Magdalenenkirmes gehört seit Menschengedenken zu den liebgewonnenen Traditionen in der katholisch geprägten Ortsgemeinde, im äußersten Zipfel des Kreises Altenkirchen. Wurde das Fest früher von einem Kirmeswirt ausgerichtet, so setzen heutzutage die Horser Junggesellen die Organisation der Feierlichkeiten, in ihrem eigens für dieses Fest eingerichteten Biergarten fort. In diesem mit Bierbrunnen und Sitzbänken ausgerichteten Areal spielte zur Frühschoppenzeit das Westerwaldorchester auf und unterhielt die Gäste aus nah und fern mit schmissiger Musik.
Während die einen noch der Predigt von Pastor Strauch beim Hochamt, anlässlich des Patroziniums lauschten, füllte sich der Biergarten bei sommerlichen Temperaturen, bei denen das kühle Bier bekanntlich besonders gut schmeckt.
Die Horhauser Damenwelt jüngeren Datums begeisterte durch ihren Dirndl-Look. Dieser Modetrend ist spätestens seit den ersten Oktoberfesten in der Region im Kommen. Auch Herren in Lederhosen zeigten ihre strammen Waden. Am Samstagabend wurde die Kirmes von Ortsbürgermeister Thomas Schmidt mit dem Anschlagen eines Bierfasses eröffnet. Diesmal kam nach der spektakulären Bierdusche vom vorigen Mal, wegen eines Defekts am “Billigbierhahn”, erst mal kein Freibier aus der Leitung. Thomas Schmidt nahm´s gelassen. Mit seiner jungen Familie freute er sich über den regen Betrieb beim Fest und ließ sich, wie viele Andere, die vorzüglichen Pommes aus Meyers Imbissbude schmecken.
Für Schausteller Herbert Meyer aus Neuwied ist die Kirmes in Horhausen seit vielen Jahren ein fester Termin, wo Karussell, Autoscooter und Grillstation auf dem Kardinal Höffner Platz aufgebaut werden. Die Kinder freut es und die Feuerwehr ist meistens besetzt. Neben Süßwarenstrand, Wurf- und Schießbude gab es auch noch die Eisverkäuferin, die herrliche Mohrenköpfe verkaufte. Diese gehöhrten bei den sommerlichen Temperaturen zu den Rennern auf dem Kirmesplatz. Am Montag geht die Kirmes in Horhausen noch weiter. Zumindest am Vormittag, wo nach dem Gottesdienst die Familien auf dem Friedhof der Verstorbenen gedenken, bevor sie ins KDH zum Essen gehen. Einer im letzten Frühjahr verstorbenen Horhauserin wird dabei besonders gedacht. Der Hedwig Walbröhl, die noch bei der letztjährigen Kirmes im Alter von 101 Jahren kräftig mitgefeierte. Ihr Platz blieb leer, aber vielen ist sie in guter Erinnerung.






































