St. Martinsumzug in Horhausen
HORHAUSEN. – St. Martin in Horhausen –
Wie jedes Jahr reitet er wieder, der Sankt Martin und hunderte Kinder mit selbstgebastelten, bunten Laternen begleiten ihn zum Martinsfeuer. Am Kirchpark trafen sich am Donnerstagabend Kindergarten- und Grundschulkinder mit Eltern und den jüngeren Geschwistern, in Kinderwagen oder auf Papas Schultern. Hunderte Laternen leuchteten in den Straßen der Westerwaldgemeinde. Vorweg die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus dem Löschzug Horhausen mit Pechfackeln, gefolgt von Sankt Martin auf seinem schwarzen Ross. Das Pferd trottete brav, trotz lauter Musik des Westerwaldorchesters mit rabimmel, rabammel, rabum am Kirchpark und der Schule vorbei in Richtung Martinsfeuer am Ortsrand von Güllesheim. Schon rund ein Dutzend Mal war der 21jährige, schwarze Landfari in Horhausen als Pferd vom Sankt Martin im Einsatz. Sein Zuhause ist der Heinrichshof in Burglahr. So ganz trocken hat er es dann nach dem Umzug aber nicht wieder nach Burglahr geschafft, denn rund zehn Minuten nachdem die Kinder aus Horhausen und Güllesheim und dem Kirchspiel das Feuer erreicht hatten, begann es fürchterlich zu regnen.
Da waren aber auch die meisten Martinswecken verzehrt, die die Feuerwehrfrau Kerstin an Kinder, Musiker und den Sankt Martin verteilt hatte. Die Brandwache um das Feuer dürfte auch kürzer als gedacht, ausgefallen sein. Petrus half kräftig beim Löschen des Feuers mit. Während die Bürger in Horhausen die beleuchteten Kürbisse und sonstige Dekorationen einpackten, die Feuerwehr die gesperrte Straße wieder freigab, wurde in der Glück auf Schule für Eltern und sonstige Zugteilnehmer im Erwachsenalter Glühwein serviert. An den nächsten Tagen haben Pferd, Feuerwehr, Musiker und Sankt Martin weitere Einsätze in den Nachbarorten, wo auch schon die Vorbereitungen für das Martinsfest laufen. In Oberlahr, wo am Sonntag der Martinszug zum Feuer zieht, wird schon seit Tagen an Baumfeuern gesägt, die den Weg durchs Feld säumen sollen. Kurz vor dem Anzünden des Feuers wird das Holz noch einmal umgeschichtet, damit nicht aus Versehen Hase und Igel, die sich gern unterm Holz verstecken, heiße Füße bekommen. Erst einmal werden Letztere nasse Füße haben, denn der Dauerregen der letzten Tage hat die Wiesen sumpfig gemacht und die Wied mal wieder über die Ufer treten lassen. (mabe) Fotos: Becker


























