Halloween in Oberlahr

Halloweenb 050OBERLAHR – Halloween, die Nacht der Schrecklichen – Halloweenb 046Während die gruseligen kleinen Geister bei Einbruch der Dunkelheit an Haustüren klingelten und Süßes oder Saures erbettelten, waren die großen Schwestern wahrscheinlich schon in der Maske. Mehrere Stunden hatte es zum Beispiel gedauert, um aus der dunkelhäutigen Amelie eine weiße Horrorbraut zu machen. Mary, die OP Schwester musste einen ganzen Napf Kunstblut opfern um Kittel und Gesicht schaurig zu färben. Einfacher, aber auch unbequemer hatte es Jakob gemacht. Er hatte sich, mit einer gruseligen Schweinemaske versehen, in dem mit Spinnennetzen dekorierten Dancefloor mit seinen Arbeitskollegen verabredet. Schon seit ein paar Jahren verbringen die fünf jungen Männer die angesagteste Disconacht zwischen Hexen und Dämonen in der Disco California im Westerwaldtreff.

Traditionell hatten Discochef Thomas Bröcker und seine Crew mehrere Laswagenladungen Laub aus dem Wald geholt und in den Räumen verteilt. Diesmal allerdings war besondere Vorsicht geboten, denn bei jedem Schritt raschelte es nicht nur, sondern auch Eicheln, Kastanien und Nüsse knackten unter den Füssen. Eine besondere Härte für Oberhexe Rosi, die mit langer, schwarzer Perücke und Hexen Hut auf dem Kopf, ein Tablett mit Horrordrinks und Bloody Marys durchs Lokal balancierte. DJ Jaome an den Turntabels brachte unterdessen die Hütte mit den neuesten Hits aus aller Welt, zum Kochen. Der DJ von den Westerwaldhöhen, stilecht als eine Art Batman gewandet, lies die Lautsprecher dröhnen, während sich schaurige Geister zum Erschrecken der Mädels im Eingangsbereich zwischen Spinngewebe versteckt hielten. Nachdem die Youngsters, die vor 10:00 Uhr die Tanzfläche bevölkert hatten, heimgegangen waren, enterten auch Horrorgestalten jenseits der Dreißig, bei denen Halloweenpartys besonders beliebt sind, die Tanzfläche. Auch wer nicht so tanzwütig war, wie Lisa und Yvonne, die sich gleich nach der Spätschicht in der Fabrik auf den Weg zur Party gemacht hatten, kam auf seine Kosten. Stimmung bis in die frühen Morgenstunden war angesagt. Ob die um sechs Uhr morgens anrückende Putzkolonne noch ein paar Geister mitsamt Laub und Spinnen herauskehren musste, ist nicht bekannt. (mabe) Fotos: Becker

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