Nadeln und Nägel in Halloween-Süßigkeiten – Polizei warnt auch in Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz. Nach Halloween sorgen mehrere gefährliche Funde in gesammelten Süßigkeiten für Besorgnis. In Rheinland-Pfalz haben Kinder und Eltern Nadeln und Nägel in Schokoriegeln und anderen Süßwaren entdeckt. Die Polizei ermittelt und bittet Eltern, die Süßigkeiten ihrer Kinder vor dem Verzehr sorgfältig zu kontrollieren.

Ein Nagel wurde in einem Schokoriegel entdeckt, den eine Familie an Halloween in Ludwigshafen gesammelt hatte. Foto: Polizeipräsidium Rheinpfalz.

Fünf Zentimeter lange Nadel in Lünebach entdeckt

Ein besonders beunruhigender Fall wurde der Polizeiinspektion Prüm am Montag (2. November) gemeldet. Ein zehnjähriges Mädchen hatte am Halloweenabend gemeinsam mit einer gleichaltrigen Freundin in Lünebach Süßigkeiten gesammelt. Als sie zwei Tage später einen der Schokoladenriegel essen wollte, entdeckte sie darin eine etwa fünf Zentimeter lange Nadel.

Das Mädchen bemerkte den Fremdkörper rechtzeitig und blieb unverletzt. Wer die Nadel in den Schokoriegel gesteckt hat, ist bislang unbekannt. Die Polizei sucht Zeugen und bittet auch mögliche weitere Betroffene, sich zu melden.

Weitere Funde in Ludwigshafen und Mackenbach

Auch in Ludwigshafen wurde ein Nagel in einem Schokoriegel entdeckt. Eine 29-jährige Frau hatte am Halloweenabend gemeinsam mit ihrem Sohn und weiteren Personen zwischen 18 und 20 Uhr im Bereich Roter Hof und Grüner Hof Süßigkeiten gesammelt. Am 1. November bemerkte sie den Nagel in einem der Riegel, noch bevor sie davon gegessen hatte.

Ein weiterer Fall ereignete sich in Mackenbach im Kreis Kaiserslautern. Dort biss ein neunjähriger Junge auf einen Metallnagel, der in einer Fruchtgummistange steckte. Das Kind blieb unverletzt. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung.

Ob zwischen den einzelnen Vorfällen ein Zusammenhang besteht, ist bislang unklar.

Polizei gibt in einem weiteren Fall Entwarnung

Nicht jeder verdächtige Fund geht allerdings auf eine vorsätzliche Manipulation zurück. In Appenheim im Kreis Mainz-Bingen hatte eine Familie zwei kleine Magnete an einem Kaubonbon entdeckt. Nach weiteren Ermittlungen stellte die Polizei fest, dass die Magnete versehentlich an die Süßigkeit gelangt waren. Der Verdacht einer Straftat bestätigte sich nicht.

Süßigkeiten vor dem Verzehr überprüfen

Angesichts der Vorfälle rät die Polizei dazu, gesammelte Halloween-Süßigkeiten aufmerksam zu kontrollieren. Besonders bei beschädigten Verpackungen, auffälligen Einstichstellen oder ungewöhnlich verformten Süßwaren ist Vorsicht geboten.

Wer einen verdächtigen Gegenstand entdeckt, sollte die betroffene Süßigkeit nicht weiter verzehren, sie möglichst mit der Verpackung aufbewahren und sich an die Polizei wenden.

Ähnliche Funde wurden auch aus mehreren anderen Bundesländern gemeldet. Ob die Taten miteinander zusammenhängen, ist derzeit nicht bekannt.

Quellen: Polizeidirektion Wittlich / Polizeiinspektion Prüm, Polizeipräsidium Rheinpfalz, Polizeidirektion Kaiserslautern, Polizeiinspektion Ingelheim.

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