LINZ – Ellen Demuth MdB besucht Krankenpflegedienst ASD in Linz – Erfahrungen aus der Praxis in Pflegereform einbringen

LINZ – Ellen Demuth MdB besucht Krankenpflegedienst ASD in Linz – Erfahrungen aus der Praxis in Pflegereform einbringen

Ellen Demuth hat den Krankenpflegedienst ASD e.K. in Linz besucht. Im Gespräch mit Inhaberin Katharina Lustinger-Jäschke, Geschäftsführer Till Lustinger und Philipp Jäschke ging es um die anstehende Pflegereform und die Herausforderungen in der ambulanten und teilstationären Pflege. Im Mittelpunkt standen die Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag und die Frage, wie Pflegeangebote vor Ort künftig gestärkt und verlässlich finanziert werden können.

„Gute Pflege muss künftig wohnortnah möglich sein. Gerade im ländlichen Raum sind ambulante Pflegedienste und Tagespflegen unverzichtbar, damit pflegebedürftige Menschen möglichst lange in ihrem vertrauten Umfeld bleiben können. Bei der anstehenden Pflegereform müssen deshalb die Erfahrungen aus der täglichen Arbeit vor Ort einfließen“, sagt Ellen Demuth MdB.

Der Krankenpflegedienst ASD ist seit 30 Jahren in der ambulanten Pflege in der Region tätig. Mit der ASD Tagespflege im Rosengarten e.K. betreibt das Unternehmen außerdem eine teilstationäre Tagespflege. Seit diesem Jahr übernimmt der ASD gemeinsam mit weiteren regionalen Partnern Verantwortung für den Pflegestützpunkt Linz.

„Wir stehen seit 30 Jahren für eine verlässliche Pflegeversorgung in unserer Region. Doch die geplante Pflegereform stellt uns als Arbeitgeber vor enorme Herausforderungen. Wenn bestehende Finanzierungsmöglichkeiten wegfallen, ohne dass funktionierende Alternativen geschaffen werden, gefährdet das nicht nur die Versorgung pflegebedürftiger Menschen, sondern auch Arbeitsplätze und gewachsene Versorgungsstrukturen. Besonders kritisch sehen wir, dass Leistungen künftig auf niedrigschwellige Anbieter verlagert werden sollen, obwohl diese vielerorts noch gar nicht in ausreichendem Umfang vorhanden sind oder ihnen die fachliche Qualifikation eines ambulanten Dienstes im Background fehlt. Wir können nicht bestehende Strukturen abbauen, bevor neue geschaffen wurden. Eine Reform muss in der Praxis funktionieren und darf weder auf dem Rücken der Pflegebedürftigen, deren Angehörigen noch auf dem der Beschäftigten ausgetragen werden. Dafür brauchen wir als Arbeitgeber vor allem Planungssicherheit und realistische Übergangsfristen“, betonen Inhaberin Katharina Lustinger-Jäschke, Geschäftsführer Till Lustinger und Philipp Jäschke gemeinsam.

Im gemeinsamen Austausch wurden insbesondere die Auswirkungen der geplanten Veränderungen auf die bestehenden Versorgungsstrukturen, die Finanzierung ambulanter und teilstationärer Angebote sowie die notwenigen Übergangfristen thematisiert. Dabei wurde deutlich, wie wichtig verlässliche Rahmenbedingungen sind, damit Pflegedienste auch künftig ihre Angebote bedarfsgerecht weiterentwickeln können.

„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Pflegediensten erleben jeden Tag, wo unsere Strukturen funktionieren und wo es Hürden gibt. Diese Rückmeldungen sind für die politische Arbeit in Berlin wichtig. Ich werde die Hinweise aus dem Gespräch deshalb in die weitere Beratung der Pflegereform mitnehmen“, so Demuth.

Zum Abschluss dankte Ellen Demuth MdB Katharina Lustinger-Jäschke, Till Lustinger, Philipp Jäschke und dem gesamten Team des ASD für den offenen Austausch und ihre tägliche Arbeit für pflegebedürftige Menschen in der Region.

(v.l.) Philipp Jäschke, Katharina Lustinger-Jäschke, Ellen Demuth MdB, Till Lustinger; Foto: Theresa Henn
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