ALTENKIRCHEN – Wanderbares Altenkirchen – Herbstwanderung 2026
ALTENKIRCHEN – Wanderbares Altenkirchen – Herbstwanderung 2026
Bei herrlichem Wanderwetter hatte der Wanderausschuss der Stadt Altenkirchen zur Herbstwanderung eingeladen. 35 begeisterte Wanderer folgten der Einladung und trafen sich am „Tag der Deutschen Einheit“ am Schützenplatz in Altenkirchen, dem Startpunkt der diesjährigen Herbstwanderung. Während der Begrüßung erklärte Wanderführer Bruno Wahl, die von ihm geplante Strecke von ca. 9 km, deutete auf die Höhemeter hin und gab einen kleinen Vorgeschmack auf die historischen Sehenswürdigkeiten. Begrüßen konnte Bruno Wahl auch den Stadtbürgermeister Ralf Lindenpütz, der es sich nicht nehmen ließ an der Wanderung teilzunehmen.
Auf Verpflegung nach der Wanderung wurde verzichtet, weil auf dem Marktplatz in Altenkirchen ein Fest zur Deutschen Einheit stattfand. Nach den ersten Metern durch den Parc de Tarbes, passierte die Wandergruppe den Entenweiher, unter der Umgehungsstraße hindurch in Richtung Ziegelhütte und weiter zur Mammelzener Höhe. Dort wurden die Wanderer nicht nur mit einem herrlichen Ausblick belohnt, sondern es wurde auch ein Gruppenfoto zur Erinnerung geschossen.
Am Bogenplatz, erklärte Bruno Wahl, die Geschichte der Altenkirchner Bogenschützen und die Entstehung des Bogenplatzes, bevor es weiter durch den Hochwald in Richtung Obererbach ging.
Als der Privatfriedhof der Familie Heinemann, als einer der wenigen Privatfriedhöfe in Rheinland-Pfalz, der noch heute noch von der Familie und deren Nachfahren genutzt wird, passiert wurde, war das Ziel der Standpunkt der ehemaligen Burg Koberstein.
Die Wanderer passierten enge Pfade, herrliche Waldwege, kleine Stege, über Bäche und herrlicher Hochwald, bis zur 1358 erstmals urkundlich erwähnten Burg Koberstein, die von Ritter Johann von Kobern als Niederungs- bzw. Wasserburg erbaut wurde. Sie bestand aus einem rechteckigen Hauptbau (ca. 17 × 12 Meter) und einen Rundturm mit etwa 4m Durchmesser. Gesichert war die Anlage durch einen umgebenden Wassergraben, der vom nahegelegenen Erbach gespeist wurde, und durch einen Erdwall. Sie diente damals als Zoll- und Kontrollstation, um die Abgaben und Steuern der vorbeiziehenden Bevölkerung und Händler für die Lehensherren einzutreiben und abzusichern.
Das Gut Koberstein ist ein Hofgut und ehemaliger Adelssitz. Der heutige Obererbacher Ortsteil Koberstein besteht aus den beiden Höfen Alt-Koberstein und Neu-Koberstein sowie der ehemaligen Kobersteiner Mühle. Im März 1859 erteilte das Königreich Preußen die notwendige Konzession für den Bau der Kobersteiner Mühle, die als oberschlächtige Mahlmühle gebaut wurde und im August 1860 den Betrieb aufnahm.
Die alte Eisenbahnbrücke an der Bahnstrecke Altenkirchen-Au (Sieg), erbaut 1886, diente als Kulisse, um die Wandergruppe über die Historie der Zugverbindung zu informieren. So war es bereits seit 1861 ein Anliegen der Altenkirchener Bevölkerung, diese Bahnlinie zu errichten, da Au ein wichtiger Knotenpunkt der Bahnlinie Köln-Deutz nach Gießen war. Nach der Einrichtung einer täglichen Postkutschenverbindung 1865 zwischen Altenkirchen und Au, wurde erst 1883 mit dem Bau begonnen. Die Bahnverbindung wurde im Mai 1887 in Betrieb genommen.
Von Dieperzen aus, schlug die Wandergruppe die Richtung zum Dieperzberger Kopf ein. Von dort ging es dann durch den Wald wieder in Richtung Parc de Tarbes. Am Ende der Wanderung bedankte sich Wanderführer Bruno Wahl bei der Gruppe, für das vorbildliche Verhalten während der Wanderung. Bürgermeister Ralf Lindenpütz bedankte sich ebenfalls für die gelungene und gut vorbereitete Wanderung des Wanderausschusses der Stadt Altenkirchen.





















