WISSEN – Landfrauen begaben sich auf die Spuren der Stahlindustrie in Wissen

WISSEN – Landfrauen begaben sich auf die Spuren der Stahlindustrie in Wissen

Bei einem Spaziergang vom RegioBahnhof durch die Rathausstraße bis zur Walzwerkstraße erfuhren die Landfrauen viel von der Montangeschichte der Stadt Wissen. Eisenverhüttung gab es hier schon vor mehreren Jahrhunderten. „Die Wissener Hütte wurde bereits 1766 erwähnt“, erklärte die Stadtführerin Christiane Weber. Anhand von großen Fotos erläuterte sie den Besuchern den Wandel der Stadt seit dem Bau der Eisenbahn Ende des 19. Jahrhunderts.

Der Spatenstich für das Weißblechwerk Wissen erfolgte im Januar 1911. Im Laufe der Zeit wuchs das Werk ständig. Mit fast 3000 Mitarbeitern war es das Größte und Modernste Europas. Die Belieferung mit Erz erfolgte per Seilbahn, Lokomotive oder LKW. Gruben, Hütten und Walzwerk sorgten mehr als ein Jahrhundert lang für Arbeit und Brot nicht nur in der Siegstadt sondern auch weit darüber hinaus. 1995 wurde das Werk endgültig stillgelegt.

Vom Dach der Firma „Brucherseifer“ hat man einen wunderschönen Blick über Wissen mit der Kirche „Kreuzerhöhung“. Hier oben wird das Ausmaß und die Größe des Walzwerkes sichtbar. Dort, wo zu Zeiten der „Alfredhütte“ und des Warmwalzwerkes die Luft vor Hitze flimmerte, befindet sich heute das „kulturWerkwissen“. 2009 eröffnet, bietet es seitdem einen Ort für verschiedene Veranstaltungen, die jährlich von ca. 40.000 Menschen besucht werden. Bei einem gemeinsamen Abendessen tauschten die Landfrauen Erinnerungen an die Zeit des Walzwerkes aus.

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