RHEINLAND-PFALZ – Müllabfuhr warnt vor Fachkräftemangel – Petition für konkurrenzfähige Löhne an Oberbürgermeister übergeben

RHEINLAND-PFALZ – Müllabfuhr warnt vor Fachkräftemangel – Petition für konkurrenzfähige Löhne an Oberbürgermeister übergeben

96 Müllwagenfahrer der Kommunalen Abfallwirtschaft Mainz und Mainz-Bingen fordern eine bessere Bezahlung. Gemeinsam mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) haben Beschäftigte am Freitag eine Petition für die Eingruppierung in die Entgeltgruppe 6 an Oberbürgermeister Nino Haase übergeben.

„96 Unterschriften sind ein starkes Signal. Die Beschäftigten tragen jeden Tag große Verantwortung und sichern einen unverzichtbaren Teil der kommunalen Daseinsvorsorge. Diese Arbeit muss endlich angemessen bezahlt werden. Es geht dabei nicht nur um Wertschätzung, sondern um Zukunftsfähigkeit. Wir können nicht über Fachkräftemangel sprechen und gleichzeitig dabei zusehen, wie gut ausgebildete Fahrer aufgrund besserer Verdienstmöglichkeiten abwandern“, erklärt Sebastian Sauerwein-Dohn, Gewerkschaftssekretär im ver.di-Bezirk Mittelrhein.

Die Anforderungen an Müllwagenfahrer sind deutlich gestiegen. Moderne Sammelfahrzeuge verfügen über komplexe Fahrzeug-, Sicherheits- und Steuerungstechnik. Gleichzeitig wird es für die kommunalen Betriebe immer schwieriger, qualifizierte Fahrerinnen zu gewinnen und zu halten. Private Logistikunternehmen und kommunale Betriebe in Nachbarländern zahlen teilweise höhere Löhne.

„Ohne die Müllwagenfahrer steht die Abfallentsorgung still. Die 96 Unterschriften zeigen, wie geschlossen die Belegschaft hinter der Forderung steht“, betont Personalratsvorsitzender Dario Gambone. ver.di fordert Oberbürgermeister Nino Haase auf, sich beim Kommunalen Arbeitgeberverband Rheinland-Pfalz für eine tarifliche Lösung und die Eingruppierung der Müllwagenfahrer*innen in die Entgeltgruppe 6 einzusetzen.

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